Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen

Die NAKO-Studie zeigt, dass jung einsetzender Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen zwischen 20 und 45 Jahren vor allem mit niedriger Bildung, armutsgefährdetem Haushaltseinkommen und erster Migrationsgeneration verbunden ist. Besonders deutlich war der Zusammenhang zwischen niedriger Bildung und Diabetes bei Personen mit einem BMI ab 25 kg/m2, was auf eine wichtige Rolle sozialer Ungleichheit neben klinischen Risikofaktoren hinweist.
Gehirnstrukturen und Depressionen

Messbare Veränderungen im Gehirn, die mit Depressionen und Angstzuständen einhergehen, sind sehr heterogen und schwer zu charakterisieren. Eine groß angelegte Studie mit MRT-Daten der NAKO Gesundheitsstudie und der UK Biobank hat individuelle Veränderungen der Hirnstruktur bei Betroffenen mit Depressionen oder Angststörungen fest gestellt – je stärker die Symptome waren, desto größer waren diese Veränderungen.
Parkinson

Die Studie nutzte NAKO-Daten, um Parkinson-Häufigkeit und Folgen in Deutschland zu analysieren. Es wurden Selbstauskünfte der Teilnehmenden, Sekundärdaten und ein Medikamenten-basierter Algorithmus verglichen. Betroffene hatten eine vierfach höhere Mortalität sowie schlechtere motorische, emotionale und olfaktorische Funktionen und häufiger Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas, Depression und Angst. Die Ergebnisse decken sich mit den Erkenntnissen von früheren europäischen […]
Demenzrisiko

Die Analyse mit Daten von 150.000 NAKO-Teilnehmenden zeigt, dass ein etablierter Demenzrisiko-Index bereits bei jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 39 Jahren mit Unterschieden in der geistigen Leistungsfähigkeit zusammenhängt. Bisher wurde der Index vor allem für die Risikoabschätzung im mittleren und höheren Erwachsenenalter angewendet.
Medikation im Alter

Die Optimierung der Arzneimitteltherapie bei älteren Menschen bleibt in einer alternden Gesellschaft eine zentrale Herausforderung. Eine aktuelle Analyse untersuchte bei 54.296 Teilnehmenden systematisch das Auftreten von Über-, Unter- und Fehlversorgung sowie die Faktoren, die damit zusammenhängen könnten. Bei NAKO-Teilnehmenden mit Parkinson, Epilepsie und Depression zeigte sich ein erhöhtes Risiko für potenziell ungeeignete Medikation. Bei Parkinson […]
Schmerzen in den Kiefergelenken

Schmerzen in den Kiefergelenken oder der Kaumuskulatur sind häufig in der Bevölkerung, insbesondere bei Frauen und jungen Erwachsenen. Die Beschwerden sind mit biopsychosozialen Faktoren wie Schlafproblemen, Kindheitstraumata, Angst und Depressivität assoziiert, während Auffälligkeiten in der Verzahnung oder Kieferstellung eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen.
Rauchverhalten und Depressionen

Eine Forschergruppe hat erstmals innerhalb der NAKO Gesundheitsstudie einen Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Depressionen bestätigt. Die Auswertungen zeigen, dass Depressionen über die Lebenszeit bei aktuellen und ehemaligen Raucherinnen und Rauchern häufiger auftreten als bei Nie-Rauchenden. Besonderer Fokus der Arbeit lag auf dosisabhängigen Auswirkungen des Rauchverhaltens.
Mentale Gesundheit in der Pandemie

Eine aktuelle Analyse der NAKO Gesundheitsstudie mit rund 80.000 Erwachsenen zeigt: Während ein Großteil der NAKO-Teilnehmenden seine mentale Gesundheit über die Jahre der COVID-19-Pandemie stabil halten konnte, nahmen depressive Symptome, Angstsymptome und Stress bis 2022 zu – besonders bei jüngeren Erwachsenen unter 40 Jahren und bei Frauen.
Teilnahme am Brustkrebs-Screening

Die Studie zeigt, dass die Teilnahme am Mammografie-Screening in Deutschland unter den europäischen Empfehlungen liegt und stark mit dem allgemeinen Präventionsverhalten, dem sozioökonomischen Status und Lebensstilfaktoren zusammenhängt. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf an gezielten Informations- und Interventionsmaßnahmen.
Gesunder Lebensstil und Körperfettverteilung

Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßigem Sport, ausgewogener Ernährung, maßvollem Alkoholkonsum und Nichtrauchen hängt mit einer geringeren Menge an viszeralem Fettgewebe (VAT) zusammen