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„Ich wünsche der NAKO eine solide weitere Finanzierung“

Fragebögen gehören nicht zu den Lieblingsaufgaben der NAKO-Teilnehmerin Frau Geisler. Dafür ist der Riechtest umso spannender, findet sie.

Bereits zum dritten Mal hat Doris Geisler an den Untersuchungen und Befragungen der NAKO Gesundheitsstudie im Studienzentrum Heidelberg/Mannheim teilgenommen. Die Motivation der 63-jährigen Studienteilnehmerin: Sie möchte dazu beitragen, dass die Wissenschaft wichtige Erkenntnisse über die Gesundheit der Menschen in Deutschland gewinnt.

Die NAKO-Teilnehmenden werden alle 4-5 Jahre Abständen ins Studienzentrum eingeladen. Dort werden sie umfassend medizinisch untersucht und zu ihren Lebensumständen und ihrer Gesundheit befragt. Am Studienzentrum Heidelberg/Mannheim gehört unter anderem auch eine MRT-Untersuchung zum Angebot.

Sie haben gerade zum dritten Mal an den Untersuchungen und Befragungen teilgenommen. Was motiviert Sie, weiterhin dabei zu sein?

Ich möchte mit meiner Teilnahme dazu beitragen, dass die NAKO-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse über die Gesundheit der Menschen in Deutschland gewinnen. Mir geht es gut, und ich mache gerne mit. Außerdem erhält man nach den Untersuchungen auch einige persönliche Ergebnisse. So bekomme ich zum Beispiel einen Ergebnisbrief, den ich bei Bedarf meiner Hausärztin oder meinem Hausarzt vorlegen kann. Eine Blutuntersuchung, die im Rahmen der NAKO durchgeführt wird, muss ich dann nicht noch einmal zusätzlich in der Hausarztpraxis machen lassen. Den Piks kann ich mir sparen.

Hat sich Ihr Eindruck von der Studie über die Jahre verändert?

Nein, eigentlich nicht. Über die vielen Jahre hinweg waren alle Mitarbeitenden immer sehr nett und freundlich. Diesmal hat allerdings das Gerät für die Augenuntersuchung nicht funktioniert. Da merkt man, dass auch die Untersuchungsgeräte im Laufe der Jahre älter werden und irgendwann ersetzt werden müssen. Wofür es natürlich die nötigen Finanzmittel braucht.

Welche Untersuchung im Studienzentrum finden Sie am spannendsten?

Am liebsten mache ich den Riechtest. Den finde ich wirklich interessant. Es ist spannend zu sehen, ob man die verschiedenen Gerüche erkennt und richtig zuordnen kann. Am wenigsten interessant finde ich die Fragebögen. Sie sind natürlich wichtig für die Studie, aber im Vergleich zu den praktischen Untersuchungen empfinde ich sie als etwas langweilig.

Haben Sie durch die Studie oder die Fragebögen schon einmal über etwas nachgedacht, worüber Sie sonst nicht nachdenken würden?

Nicht unbedingt unmittelbar im Zusammenhang mit den einzelnen Fragen. Aber natürlich bin auch ich im Laufe der drei Untersuchungswellen älter geworden. Dadurch rücken bestimmte Themen rund um das eigene Leben und die Gesundheit stärker in den Vordergrund, über die ich vor zehn Jahren noch nicht so viel nachgedacht habe. Bei den Untersuchungen merke ich, dass meine Handgreifkraft altersgemäß etwas nachlässt. Da müsste ich vielleicht mal etwas trainieren.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der NAKO-Studie und für ihren Einfluss auf die Gesundheit in Deutschland?

Ich halte die NAKO Gesundheitsstudie für sehr wichtig. Sie kann dazu beitragen, verlässliche Daten und aussagekräftige Normwerte für Deutschland zu gewinnen. Deshalb wünsche ich mir, dass die Studie noch lange weitergeführt wird und ihre Ergebnisse für Prävention und Gesundheitsversorgung genutzt werden.

Gibt es etwas, das Sie den NAKO-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern gerne sagen würden?

Verliert nicht den Mut und forscht weiter. Es lohnt sich!

Wenn Sie der NAKO eine kleine Verbesserung schenken könnten, welche wäre das?

Vor allem wünsche ich der NAKO eine solide und langfristige Finanzierung, damit diese wichtige Forschung im Sinne der Prävention und der Gesundheit von uns allen weitergehen kann.

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