Kommentar
Die NAKO Gesundheitsstudie wird künftig einen wichtigen Beitrag im Rahmen der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ausgerufenen Nationalen Dekade „Postinfektiöse Erkrankungen“ leisten. Durch ihre langjährige Basisarbeit schafft die NAKO die Voraussetzung, um die gesundheitlichen Folgen von Infektionen – einschließlich dem Long-COVID Syndrom – in der Bevölkerung besser zu verstehen.
„Die Erforschung der Folgen von Infektionskrankheiten ist immens wichtig, da wir davon ausgehen, dass ein großer Teil der Krankheitslast gar nicht in der regulären Krankenversorgung sichtbar wird. Hier kann die NAKO Gesundheitsstudie, als langjährige, bevölkerungsbasierte Studie, einen unschätzbaren Beitrag leisten“, sagt Prof. Dr. Annette Peters, Vorstandsvorsitzende des NAKO e.V. und Direktorin des Instituts für Epidemiologie bei Helmholtz Munich. „Infektionen tragen dazu bei, häufige Erkrankungen in der Bevölkerung auszulösen oder deren Verläufe zu verschlimmern. Wir werden jetzt die Möglichkeit haben, durch die Genomsequenzierung die zugrundeliegenden Mechanismen zu untersuchen. Um postinfektiöse Erkrankungen in der Bevölkerung besser abzubilden, werden wir in einem Verbundprojekt ab 2026 eine Befragung der NAKO-Teilnehmenden zu Symptomen, vergangenen Infektionen und Krankheitsverläufen durchführen. Zudem werden wir epigenetische Veränderungen bei Long-COVID und postakuten Infektionssyndromen untersuchen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, diese Fragestellungen noch umfassender und aus neuer wissenschaftlicher Perspektive zu untersuchen.“
NAKO e.V. dankt dem BMFTR für die Einbindung der Studie in die Nationale Dekade „Postinfektiöse Erkrankungen“. Gemeinsam mit weiteren Partnern der Gesundheitsforschung wird die NAKO einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Versorgung und zum besseren Verständnis postinfektiöser Erkrankungen leisten.