Vor zehn Jahren wurden Frau Strauß-Kittler und Herr Strauß unabhängig voneinander per Zufall für die NAKO Gesundheitsstudie ausgewählt – heute gehören sie zu den Teilnehmenden, die bereits zum dritten Mal ins Studienzentrum zurückgekehrt sind. Im Interview erzählen sie, warum sie dabeigeblieben sind, welche Untersuchungen sie besonders in Erinnerung haben und von dem Gefühl, als vermeintlich „kleines Rädchen“ doch einen wichtigen Beitrag für die Forschung zu leisten.
Sie und Ihr Mann haben gerade zum dritten Mal an den Untersuchungen und Befragungen in Ihrem Studienzentrum in Düsseldorf teilgenommen. Was motiviert Sie, weiterhin dabei zu sein?
Wir haben damals zugesagt, weil wir zum einen einen Beitrag zur Forschung leisten wollten und zum anderen die Chance gesehen haben, umfassende Untersuchungen zu erhalten, die so bei regulären Arztbesuchen eher nicht stattfinden – und das ohne eigene Zuzahlungen. Das klingt vielleicht etwas eigennützig, aber für uns war es eine klare Win-win-Situation.
Wie erinnern Sie sich an den ersten Kontakt mit der NAKO Gesundheitsstudie?
Wir wurden unabhängig voneinander angeschrieben und haben gar nicht lange überlegt, sondern direkt zugesagt. Von Anfang an waren die Kontakte im Studienzentrum Düsseldorf sehr herzlich und zuvorkommend. Wir haben uns jederzeit gut betreut und wertgeschätzt gefühlt.
Welche Erfahrungen sind Ihnen aus den bisherigen Untersuchungsterminen besonders im Gedächtnis geblieben?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Augenuntersuchung – die fand ich sehr spannend. Klassische Untersuchungen wie Herzultraschall oder Blutabnahmen sind dagegen weniger außergewöhnlich. Auch die Befragungen und Fragebögen sind manchmal ganz schön langweilig und nervig. Interessant war aber, dass ich im vergangenen Jahr privat eine BIA-Messung habe durchführen lassen und nun Vergleichswerte hatte. Insgesamt finden wir aber vor allem die Riechtests und das Testen der Greifkraft spannend.
Wie fühlt es sich an, Teil einer so großen Studie mit 200.000 Teilnehmenden zu sein – eher wie ein Tropfen im Ozean oder ein wichtiges Puzzlestück?
Eigentlich sind wir ja nur ein „kleines Rädchen“. Bei der letzten Blutuntersuchung habe ich nachgefragt, wie viele Teilnehmende nach so vielen Jahren noch dabei sind. Als ich dann hörte, wie sich die Teilnahmezahlen entwickelt haben, wurde uns noch einmal bewusst, dass jede einzelne Teilnahme zählt – und wir eben doch ein wichtiger Teil des Ganzen sind. Gleichzeitig erleben wir immer wieder große Dankbarkeit seitens der Mitarbeitenden für unsere Teilnahme. Es ist also irgendwie beides – unser Beitrag ist ein kleiner Tropfen aber irgendwie auch ein wesentlicher Puzzleteil für die zukünftige Forschung.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der NAKO-Studie?
Wir finden die Studie sehr wichtig und hoffen, dass sie langfristig fortgeführt wird. Wir wären auf jeden Fall jederzeit bereit, auch nochmal zu kommen oder an ähnlichen Studien teilzunehmen.