Am Girls’ Day öffnete das Biorepository der NAKO Gesundheitsstudie seine Türen für eine ganz besondere Besuchergruppe: 15 Schülerinnen der Klassen 8 bis 11 nutzten die Gelegenheit, um einen Blick hinter die Kulissen der modernen Gesundheitsforschung zu werfen.
Schon beim Ankommen war die Neugier spürbar. Viele der Teilnehmerinnen hatten konkrete Fragen mitgebracht – andere ließen sich zunächst einfach treiben und entdeckten Schritt für Schritt, wie vielfältig und greifbar Forschung sein kann. Im Mittelpunkt des Tages stand die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über Gesundheit entstehen – und welche Rolle große bevölkerungsbasierte Studien wie die NAKO Gesundheitsstudie dabei spielen.
Im Laufe des Programms erhielten die Schülerinnen Einblicke in unterschiedliche Bereiche der epidemiologischen Forschung. Sie erfuhren, wie wissenschaftliche Fragestellungen entwickelt werden und wie Daten aus großen Studien genutzt werden, um Zusammenhänge zwischen Umwelt, Lebensstil und Gesundheit besser zu verstehen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig langfristig angelegte Studien wie die NAKO Gesundheitsstudie mit ihren Daten und Bioproben sind, um Ursachen von Volkskrankheiten zu erforschen und Ansätze für Prävention zu entwickeln.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Biorepository der NAKO: Hier konnten die Schülerinnen nachvollziehen, wie Bioproben verarbeitet, gelagert und für die Forschung bereitgestellt werden. Die Verbindung von Laborarbeit, Datenanalyse und medizinischer Fragestellung machte anschaulich, wie viele Disziplinen in der Gesundheitsforschung zusammenwirken.

Auch praktische Elemente kamen nicht zu kurz: Die Teilnehmerinnen konnten selbst einfache Untersuchungen ausprobieren, Messungen durchführen und im Rahmen einer kleinen Analyse erste Erfahrungen mit Daten sammeln.
Der Girls’ Day ist eine wichtige Initiative, um junge Frauen für Berufe in Wissenschaft und Forschung zu begeistern – Bereiche, in denen sie nach wie vor unterrepräsentiert sind. Für die NAKO Gesundheitsstudie ist es daher ein zentrales Anliegen, nicht nur zur Gesundheitsforschung beizutragen, sondern auch die nächste Generation für diese Arbeit zu gewinnen und zu inspirieren.
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten von Helmholtz Munich, die diesen Tag mit großem Engagement gestaltet haben.
Mehr erfahren: The NAKO Central Biorepository