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Förderaufruf des BMFTR: Datennutzungsprojekte im Bereich eHealth

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat am 21. Oktober 2025 eine neue Förderrichtlinie zur Unterstützung von Datennutzungsprojekten im Bereich eHealth veröffentlicht. Ziel ist es, die Nutzung vorhandener, qualitativ hochwertiger und multizentrischer Gesundheitsdatensätze – darunter die der NAKO Gesundheitsstudie – für innovative Forschungsprojekte zu fördern.

Gefördert werden interdisziplinäre Pilotprojekte, die gesundheitsrelevante Fragestellungen anhand bereits existierender Daten untersuchen und so den Transfer neuer Erkenntnisse in Forschung und Versorgung stärken. Die Vorhaben sollen u. a. zur Weiterentwicklung nationaler Gesundheitsdateninfrastrukturen beitragen und die praktische Nutzbarkeit dieser Daten verbessern.

  • Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und institutionell geförderte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Projektskizzen können bis zum 27. Februar 2026 eingereicht werden.
  • Interessierte Forschende aus der NAKO Gesundheitsstudie sind eingeladen, sich mit Projektideen zu beteiligen und den Antrag frühzeitig vorzubereiten.

Weitere Informationen zur Richtlinie und zum Verfahren: Richtlinie zur Förderung von Datennutzungsprojekten im Bereich eHealth – Gesundheitsforschung BMFTR

Webseite des Projektträgers DLR: www.gesundheitsforschung-bmftr.de.

Chancen der Gesundheitsdaten besser nutzen

Die fortschreitende Digitalisierung der Medizin und die sektorenübergreifende Nutzung von Gesundheitsdaten bieten enorme Chancen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. So können Diagnosen präzisiert, Behandlungsprozesse optimiert und die Effizienz im Gesundheitswesen gesteigert werden. Dafür ist die Erforschung gesundheitsrelevanter Fragestellungen anhand bereits zugänglicher, qualitativ hochwertiger und multizentrischer Datensätze erforderlich.

Mit der Hightech Agenda Deutschland fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die zielgerichtete Verknüpfung und Nutzung von Gesundheitsdaten zur „Entwicklung neuer Diagnosemethoden, Wirkstoffe und Arzneimittel, Impfstoffe und Therapien, damit Erkrankungen gezielter und personalisiert verhindert, erkannt, behandelt und geheilt werden können“ sowie im Hinblick auf die Anbindung Deutschlands an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS). Grundlage dafür bilden insbesondere auch die durch die Förderung des BMFTR in den letzten Jahren auf- und ausgebauten Gesundheitsforschungsdateninfrastrukturen (GFDI), wie die Medizininformatik-Initiative (MII) mit dem Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG), das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und die NAKO Gesundheitsstudie. Diese GFDI unterstützen die Erhebung, Zusammenführung, Qualitätssicherung und Bereitstellung von Gesundheitsdaten aus der Gesundheitsversorgung und -forschung. Sie gewährleisten hierbei die Standardisierung, Harmonisierung und Interoperabilität der Datensätze und stellen damit hochwertige standortübergreifende (multizentrische) Gesundheitsdaten strukturiert, sicher und nachhaltig für Forschungszwecke zur Verfügung. Die nationale Koordinierungsgruppe für öffentlich geförderte GFDI unterstützt dabei den Austausch zwischen und die Transparenz über die bestehenden GFDI.

In den kommenden Jahren ist es von zentraler Bedeutung:

  • die Nutzbarkeit von Gesundheitsdaten innerhalb der GFDI weiter zu verbessern,
  • eine hohe Datenqualität sicherzustellen, um valide und belastbare wissenschaftliche Analysen zu ermöglichen,
  • sichere Verarbeitungsumgebungen (Secure Processing Environments/Trusted Research Environments) bereitzustellen,
    die datenschutzkonforme und qualitativ hochwertige Forschung mit Gesundheitsdaten erlauben,
  • sowie die sichere Zusammenführung und Verknüpfung von Daten aus unterschiedlichen Quellen zu unterstützen.


Vor diesem Hintergrund fördert das BMFTR im Rahmen dieser Förderrichtlinie Datennutzungsprojekte für die Erforschung gesundheitsrelevanter Fragestellungen anhand qualitativ hochwertiger und multizentrischer Datensätze bestehender nationaler GFDI. Durch diese Pilotprojekte sollen der zukünftige „Transfer in die klinische Anwendung und die öffentliche Gesundheitsforschung, unter anderem im Bereich der Vorhersage, präziseren Diagnostik und Therapie von Krankheiten, der Stratifizierung von Patientinnen und Patienten, der Vorhersage von Krankheitsverläufen“ vorangebracht und die Potenziale der aufgebauten GFDI für die klinisch-epidemiologische und biomedizinische Forschung genutzt werden.

Hightech Agenda Deutschland

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