Erste Teilnehmende der NAKO-Gesundheitsstudie beginnen mit der Drittuntersuchung

News des LIFE Management Cluster für die Studienambulanz

Wie entstehen Volkskrankheiten und welche Risikofaktoren begünstigen diese? Welche Rolle spielen dabei Lebensstil, Umwelteinflüsse und Genetik? Wie kann Volkskrankheiten vorgebeugt werden? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die NAKO-Gesundheitsstudie, Deutschlands größte Langzeit-Bevölkerungsstudie. Seit 2014 werden in bundesweit 18 Studienzentren über 200.000 zufällig ausgewählte Bürger:innen in regelmäßigen Abständen umfassend untersucht und befragt, um gesundheitliche Veränderungen sowie Veränderungen im Lebensstil erfassen. Ab sofort lädt das Leipziger Studienzentrum Teilnehmende zur dritten körperlichen Untersuchung und zu Befragungen ein.

Letzte Woche hat das NAKO-Team in Leipzig die ersten beiden Teilnehmer:innen der Drittuntersuchung herzlich begrüßt. „Ich mache gerne bei der NAKO-Studie mit, weil sie wichtig ist für die Erforschung von Volkskrankheiten,“ sagt die 77-jährige Probandin. Im Abstand von ca. zweieinhalb Jahren werden Gesundheitszustand und Lebensstil der Teilnehmenden erfasst, wobei sich körperliche Untersuchungen und schriftliche Befragungen abwechseln. Mit den Fragebogentests werden unter anderem Informationen zur körperlichen Aktivität und Ernährung ermittelt. Die medizinischen Untersuchungen umfassen beispielsweise eine Blutdruck- und Herzfrequenzmessung, die Messung der Handgreifkraft, ein EKG, Ultraschalluntersuchungen des Herzens und Tests der Sinnesorgane. Darüber hinaus werden für Forschungszwecke Bioproben wie Blut und Urin gesammelt. Über 7300 Menschen haben seit Ende 2018 im Leipziger Studienzentrum an der Zweituntersuchung teilgenommen. Zur Drittuntersuchung werden mehr als 4500 Proband:innen erwartet.

„Wir sind sehr glücklich, dass das Leipziger Studienzentrum nun in die dritte Untersuchungsrunde starten kann. Für die weitere finanzielle Förderung sind wir dem Bund, den Ländern, der Helmholtz-Gemeinschaft und natürlich auch unserer Universität sehr dankbar,“ sagt Privatdozentin Dr. Kerstin Wirkner, Leiterin des Studienzentrums Leipzig. „Die Zweituntersuchungen sind sehr erfolgreich verlaufen und wir wünschen uns, dass die Proband:innen genauso motiviert sind, zur Drittuntersuchung anzutreten.“

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