Die Teilnehmenden sind das Herzstück der NAKO Gesundheitsstudie: Mit ihrem Engagement und der Bereitschaft, ihre Zeit für die Studie zu investieren und Gesundheitsdaten zu teilen, machen sie Forschung überhaupt erst möglich. Diese langfristige Mitwirkung liefert wertvolle Erkenntnisse zur Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland. Wir haben mit Kevin Dexheimer, Teilnehmer des Studienzentrums Mannheim, gesprochen. Er hat gerade zum dritten Mal an den Untersuchungen und Befragungen im Studienzentrum teilgenommen.
Was motiviert Sie, weiterhin dabei zu sein?
Zum einen möchte ich meinen Beitrag zur Studie leisten. Zum anderen bekomme ich selbst ein regelmäßiges Gesundheits-Update – das ist für mich ein zusätzlicher Anreiz.
Hat sich Ihr Eindruck von der Studie über die Jahre verändert?
Nein, ich habe weiterhin einen durchweg positiven Eindruck.
Welche Untersuchung im Studienzentrum finden Sie am spannendsten – und welche am wenigsten interessant?
Am spannendsten finde ich die MRT-Untersuchung. Am wenigsten interessant sind für mich die umfangreichen Computerfragebögen zu den eigenen Gesundheitsangaben.
Die MRT-Bilddaten der NAKO Gesundheitsstudie
Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) werden in der NAKO hochauflösende Bilder des Körpers erstellt. So lassen sich zum Beispiel Gehirn, Herz, Bauchorgane und Muskeln genauer betrachten. Die MRT-Daten liefern wichtige Hinweise darauf, wie Gesundheit, Alter, Lebensstil und Umweltfaktoren mit der Entwicklung von Krankheiten zusammenhängen können.
Im Rahmen der NAKO Gesundheitsstudie wird das MRT als eine Zusatzuntersuchung durchgeführt, an der eine Subpopulation von etwa 20 Prozent aller Teilnehmenden beteiligt ist. Die Zusatzuntersuchungen finden an den fünf MRT-Studienzentren der NAKO statt: Augsburg, Berlin, Essen, Mannheim und Neubrandenburg.
– Bei der Erstuntersuchung, nahmen rund 30.000 Personen an dieser Zusatzuntersuchung teil.
– In der Zweituntersuchung (5-Jahres-Follow-up) etwa 18.000 Personen,
– In der aktuell laufenden Drittuntersuchung (10-Jahres-Follow-up) werden rund 12.000 Personen erwartet.
Mehr erfahren: NAKO Untersuchungen: MRT-Untersuchung – NAKO Gesundheitsstudie
Haben Sie durch die Studie oder die Fragebögen schon einmal über etwas nachgedacht, worüber Sie sonst nicht nachdenken würden?
Ja, auf jeden Fall.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der NAKO-Studie und ihren Einfluss auf die Gesundheit in Deutschland?
Ich wünsche mir valide und gut nutzbare Ergebnisse, die wirklich etwas bewirken.
Gibt es etwas, das Sie den NAKO-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern gerne sagen würden?
Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe. Die Untersuchungen waren immer gut durchdacht und liefen reibungslos ab.
Wenn Sie der NAKO eine kleine Verbesserung mit auf den Weg geben könnten, welche wäre das?
Vielleicht könnte man die Fragebögen auch während kleiner Wartezeiten direkt am Tablet beantworten – quasi begleitend über den gesamten Aufenthalt hinweg. Das wäre eine Idee.