Hier finden Sie Interviews mit Wissenschaftler*innen innerhalb der NAKO.

Unsere Fragen an Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann – Wissenschaftlicher Projektleiter an der NAKO-Mitgliedsinstitution Universität Greifswald

Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?

Nein, vom Beruf des Wissenschaftlers hatte ich gar keine klare Vorstellung. „Was Naturwissenschaftliches“ war aber ziemlich früh mein Interesse. In der Schule habe ich mich ebenfalls sehr für Literatur interessiert.

Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Ich hatte immer ein großes Interesse daran, Sachen auf den Grund zu gehen. Mich hat neben dem „Was?“ und „Wie?“ immer das „Warum?“ interessiert sowie das „Auf Fragen eine Antwort finden“. In meiner Doktorarbeit sollte ich untersuchen, ob in der Nähe der Abraumhalden einer Uranaufbereitungsanlage die Häufigkeit von Kinderleukämie erhöht ist. Und dann war das tatsächlich so. Die Halden hatten einen kleinen Fluss kontaminiert, der zur Trinkwassergewinnung verwendet wurde – gerade dort, wo die meisten Fälle aufgetreten waren. Damals wusste ich gar nicht, dass das Epidemiologie war – aber ich habe viel darüber gelernt. Dabei bin ich geblieben.

Was haben Sie studiert?

Humanmedizin, und 2 Semester Chemie. Später habe in Chapel Hill, North Carolina, einen Aufbaustudiengang zum Master of Public Health in Epidemiology absolviert.

Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich bin seit der Gründungsphase der NAKO Gesundheitsstudie dabei, die zuerst „Helmholtz-Kohorte“ und dann Nationale Kohorte hieß. 2009 wurde ich in das Epidemiologische Planungskomitee berufen, das später in Epidemiologischen Lenkungskomitee (ESC) umbenannt wurde und bis heute als Scientific Expert Committee fortbesteht. Bei der Gründung des Nationale Kohorte e.V. – seit 2016 NAKO e.V. – war ich Gründungsvorstand und als solcher von 2012 bis 2017 einer von vier wissenschaftlichen Vorständen. Inhaltlich bin ich seit Beginn mit zuständig für das Zentrale Datenmanagement und speziell das Integrationszentrum und die IT der Transferstelle in Greifswald.

Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Der Ansatz und die Herausforderung, eine für ganz Deutschland repräsentative Kohorte zusammenzustellen und über mehrere Jahrzehnte nachzuverfolgen. Der Umfang und der hohe Grad an Standardisierung der einzelnen Untersuchungen und die Schaffung einer datenschutzkonformen Architektur für die Datenverarbeitung. Die hohe Motivation, der Enthusiasmus, die Resilienz der großen Zahl der Mitarbeiter*innen in allen Bereichen der NAKO. Aktuell die spontane Bereitschaft, sich in der Corona-Pandemie im April 2020 zu engagieren und die effektive Logistik aufzubauen, die es braucht, um in wenigen Wochen mehr als 160.000 NAKO-Teilnehmer*innen über ihre Erfahrungen im Lockdown zu befragen.

Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Als privates Corona-Projekt renoviere ich mit meiner Freundin ein über 100 Jahre altes Haus auf dem Land – das haben wir mehr oder weniger als Ruine übernommen und mussten praktisch alles neu machen. Jetzt kann man langsam wieder ahnen, wie es früher mal ausgesehen hat.

Bildquelle: Universitätsmedizin Greifswald.

Kurzvita:

Seit 2017 Leiter des Zentralbereichs des Klinischen Krebsregisters Mecklenburg-Vorpommern

Seit 2012 Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Rostock/Greifswald

Seit 2017 Leiter der Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald

Seit 2012 Mitglied im Vorstand des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF), seit 2018 Stellv. Vorsitzender

2004-2012 Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Epidemiologie, seit 2005 Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), 2008-2009 Vorsitzender

Unsere Fragen an Prof. Dr. André Karch, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Münster

Quelle: Hauss/UKM.

Kurzvita:

  • Professor für klinische Epidemiologie an der WWU Münster (seit 2018)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (2013-2018)
  • Assistenzarzt in der Neurologie an der Universitätsmedizin Göttingen (2011-2013)
  1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?
    Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Ich finde es immer faszinierend, wenn Menschen sich daran erinnern können, welchen Beruf sie in der Kindheit ergreifen wollten. Bei mir ist das nicht so und ich würde sogar behaupten, dass ich als Kind im Wesentlichen spielen wollte und gar nicht so sehr am Konzept „Beruf“ interessiert war. Der Wunsch, wissenschaftlich tätig zu werden, hat sich bei mir erst im Studium so richtig ausgebildet, als ich Stück für Stück realisiert habe, dass man über wissenschaftliche Erkenntnisse viel mehr „Impact“ auf die Gesundheit der Menschen haben kann als über die individuelle ärztliche Tätigkeit. Die Epidemiologie-Vorlesung meines späteren Doktorvaters hat mir dann den Anstoß dazu gegeben, mich in diesen Bereich weiter zu orientieren, auch weil mir die mathematische Komponente immer sehr viel Spaß bereitet hat.

  1. Was haben Sie studiert?

Ich habe zunächst in Würzburg und Trondheim Medizin studiert, dabei einen Teil meines Praktischen Jahres in Rochester in den USA verbracht und – motiviert durch eine Doktorarbeit aus der molekularen Epidemiologie – direkt nach meinem Medizinstudium noch ein Masterstudium in Epidemiologie an der London School of Hygiene and Tropical Medicine absolviert.

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Als ich 2013 aus meiner klinischen Arbeit auf eine rein wissenschaftliche Postdoc-Stelle am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung gewechselt bin, wurden gerade die Prätest-Studien der NAKO durchgeführt, und ich war von da an vertretungsweise als Studienarzt praktisch sowie als Teil der Expertengruppe Infektionskrankheiten auch wissenschaftlich in die NAKO involviert. Im Studienzentrum in Hannover habe ich den größten Teil der „Baselineuntersuchung“ miterleben können, bevor ich nach meinem Wechsel nach Münster zuerst als Co-PI und inzwischen als PI die NAKO begleiten durfte und auch weiterhin darf.

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Aufgrund der Breite des Untersuchungsprogrammes bietet die NAKO tatsächlich in einigen Jahren bisher ungeahnte Möglichkeiten, Ursachen und Prädiktoren für alle relevanten Krankheitsentitäten in einer nie dagewesenen Komplexität zu untersuchen. Hierfür ist es nötig, die begonnene Arbeit weiterhin mit gleicher Detailtreue und Intensität fortzusetzen, um über aktive und passive Verfahren die bei den Studienteilnehmer*innen neu auftretenden Erkrankungen über die nächsten Jahre und Jahrzehnte erfassen zu können.

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Leider besteht der Großteil meines Arbeitsalltags gar nicht aus Forschung, sondern der Administration und Organisation außen rum. Dementsprechend ist echte wissenschaftliche Arbeit auch weiterhin Entspannung für mich. Meine Freizeit verbringe ich momentan fast ausschließlich mit unseren beiden Kindern, die noch klein sind. Sollte abends noch Zeit übrig sein, spiele ich gerne Brettspiele mit Freunden (aktuell ausschließlich digital).

Unsere Fragen an Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Halle

  1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?
    Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Ehrlicherweise habe ich keine konkreten Erinnerungen daran, was ich in meiner Kindheit werden wollte – vielleicht Architekt. Später hatte ich immer Interesse an Zahlen und auch an Fragestellungen, inwiefern über Analysen neue Erkenntnisse gewonnen werden können.

  1. Was haben Sie studiert?

Medizin und danach Epidemiologie

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich war schon sehr früh Teil der NAKO als Mitglied der Expertengruppe Infektionen und Immunologie. Durch die Rufannahme nach Halle wurde mir als Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik die Leitung der NAKO am Standort Halle übertragen.

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Für einen Epidemiologen sind die Langzeitperspektive gepaart mit der Größe der Studie spannend.

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Familienzeit, Lesen, Sport

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Kurzvita:

  • seit 2016 Professor für Epidemiologie und Biometrie, Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2012-2016 Professor Infektionsepidemiologie, Leiter der Arbeitsgruppe Epidemiologische und Statistische Methoden am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung
  • 2010-2012 Leiter der Fachgruppe „Epidemiologie in Patientenkollektiven“ am BIPS in Bremen
  • 2003-2009 Wissenschaftler an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften
  • 2000-2003 Assistenzarzt in der Gynäkologie und Geburtshilfe

Unsere Fragen an Prof. Dr. Heiko Becher, Studienleiter der NAKO am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Fotoquelle: privat.

Kurzvita:

seit 2014 Professor für Epidemiologie (W3) und Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2004–2007 Präsident (Gründungspräsident) der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi)
1999-2014 Professor für Epidemiologie und Biostatistik (C3), Leiter der Sektion Epidemiologie und Biostatistik, und stv. Direktor des Instituts für Public Health, Universitätsklinikum Heidelberg
1993 Habilitation für die Fächer Epidemiologie und Medizinische Biometrie, Universität  Heidelberg
1987-1997 Leiter der Arbeitsgruppe „Cancer Risk Assessment“ Abteilung Epidemiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ)
1987 Promotion zum Dr. rer. nat. Universität  Dortmund
1984 – 1987 Bremer Institute für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), Bremen, Germany
1973-1983 Studium der Statistik, Universität Dortmund und University of Sheffield, England (Abschluß: Diplom)
  1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?
    Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Mein erster Berufswunsch, an den ich mich erinnere, war Diplomingenieur zu werden wie Daniel Düsentrieb. Mich hat zum Beispiel die Maschine fasziniert, die man auf einen kahlen Felsen aufsetzt, und bei der am anderen Ende Erdbeereis herauskommt …

Ich wollte auf jeden Fall selbstbestimmt arbeiten, und nachdem ich nach dem Diplom direkt in einem Forschungsinstitut landete, und dann auch kurz danach die Möglichkeit zur Promotion bekam, begann ich die Möglichkeit, an aktuellen Forschungsthemen, gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern zu arbeiten, mehr und mehr zu schätzen. Nach einiger Zeit wusste ich dann, dass ich dabei bleiben wollte.

  1. Was haben Sie studiert?

Ich habe Statistik an den Universitäten Dortmund und Sheffield studiert

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich bin quasi von Anfang an dabei: Ich war zu Beginn der Überlegungen dieser Studie an der Universität Heidelberg und an den Diskussionen über eine neue Kohortenstudie direkt beteiligt, war dann Co-PI am Studienzentrum Mannheim/Heidelberg und bin seit 2014 PI am Studienzentrum Hamburg.

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Kein einzelnes Untersuchungsmodul, sondern einfach die Tatsache, dass sich die große Mehrheit der Epidemiolog*innen in Deutschland zusammengefunden hat, um gemeinsam eine große Studie durchzuführen, die das Potential hat, wegweisende neue Erkenntnisse in Ätiologie (Lehre der Ursache des Entstehens einer Krankheit – A.d.R.), Prävention und Früherkennung von Krankheiten zu liefern.

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Klavier spielen, Snooker spielen, Freunde treffen

Unsere Fragen an Prof. Dr. Klaus Berger, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Münster

  1. Was wollten Sie als Kind werden?

Schwierige Frage, ist schon seeeehr lange her und es gab wichtigere Dinge, z.B. ob der Fußball aufgepumpt war, definitiv aber nicht Lokomotivführer, Modedesigner oder Wissenschaftler. Konkretere Ideen so um das Abi herum waren Biologe oder Medizintechniker
Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Während des Medizinstudiums Kennenlernen und verstärktes Interesse an Konzepten zur Prävention und globalen Gesundheit der WHO. Nach mehreren Jahren klinischer Tätigkeit Rückbesinnung darauf, Neugier und Wunsch Zusammenhänge und Analysen selbst durchzuführen, verbunden mit der Einsicht, sich dafür noch weiterbilden zu müssen

  1. Was haben Sie studiert?.

Nach dem Abi habe ich erst eine Lehre als Energieanlagenelektroniker gemacht und dann Humanmedizin, später noch Gesundheitswissenschaften und Epidemiologie studiert

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich wurde 2009 als Experte für den Themenbereich neurologisch-psychiatrische Erkrankungen und Syndrome in das initiale, 10 Personen umfassende, Planungskomitee berufen und bin seitdem in verschiedenen Funktionen dabei

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Allgemein ist es nach wie vor faszinierend zu sehen, wie ein solches riesiges Projekt aus der Planungstheorie über den konkreten Plan und alle nachfolgenden Anpassungen in der Praxis, mit all‘ ihren täglichen kleinen Schwierigkeiten, ankommt, Daten erhebt, diese aufbereitet und sie dann von mehr als 200000 Menschen zur Auswertung zur Verfügung stehen. Inhaltlich ist während der Pandemie, von der niemand damals etwas ahnte, das Thema psychische Gesundheit enorm gefragt und die NAKO kann und hat hier bereits interessante und wichtige Ergebnisse aufgezeigt. Dies zeigt, dass die damals gewählten Fragen und Skalen zur psychischen Gesundheit auch in dieser unvorhersehbaren Situation wichtige Informationen geben können. Inhaltlich interessiere ich mich natürlich darüber hinaus für Risiko- und Protektivfaktoren für neurologische Erkrankungen, wie dem Schlaganfall, dem Parkinson- oder dem Restless-Legs-Syndrom, und bei den psychiatrischen Krankheiten v.a. für die Depression.

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Bronze oder Beton oder beides gießen, (moderne) Kunst gucken, wenn man darf, danach (d.h. nach dem Gießen oder Gucken oder beidem) gerne nett kochen

Bilderquelle: Institut für Epidemiologie & Sozialmedizin Universität Münster.

Kurzvita:

  • Vorsitzender des Vereins NAKO Gesundheitsstudie e.V. 2017/18, Koordinator der NAKO Expertengruppe ‚Neurologisch-Psychiatrische Erkrankungen‘, Modulverantwortlicher für verschiedene Untersuchungen in diesem Themenfeld
  • seit 2010 Institutsdirektor und Lehrstuhlinhaber für Epidemiologie und Sozialmedizin, Universität Münster
  • 2001-2010 Leiter des Bereiches ‚Neuroepidemiologie und Versorgungsforschung‘, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, Universität Münster
  • Assistenzarzt in der Inneren Medizin, Neurologie und Psychiatrie 1987-2000, Facharzt für Neurologie seit 1996
  • Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum und Postgraduiertenstudien der Gesundheitswissenschaften (MPH) an der Universität Bielefeld und der Epidemiologie (MSc) an der Harvard School of Public Health als Stipendiat des DAAD

Unsere Fragen an Dr. Enno Swart, Wissenschaftlicher Projektleiter

1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Als Kind: irgendwas mit Rechnen und oder Sport, dann Statistik
Der Weg in die Wissenschaft erfolgte anfänglich eher zufällig, als sich meine erste Stellenzusage nach dem Studium (aus mehreren diversen Bewerbungen) von der Med. Hochschule ergab.

2. Was haben Sie studiert?

Statistik, Fortbildung in Biometrie und Epidemiologie

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Durch Ermunterung mehrerer NAKO-Kolleg*innen, ich sollte mich für das Institut um das Kompetenznetz Sekundär- und Registerdaten zu bewerben (dieses hieß in der Präphase der NAKO (2012-2013) noch nicht so)

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Die Schaffung einer umfassenden Datenbasis, die in ihrer Anreicherung um Sekundär- und Registerdaten ein erstmaliges Niveau erreicht und neue Perspektiven für die epidemiologische Forschung in Deutschland eröffnet.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Lesen, Fahrrad fahren, Chorgesang

Fotoquelle: privat.

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Unsere Fragen an Oliver Kuß, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Düsseldorf

Bildquelle: privat.

Kurzvita:

Seit 10/2013 Direktor des Instituts für Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Professor für Biometrie, Epidemiologie und Versorgungsforschung, Medizinische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

06/2010 Habilitation, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Venia legendi für „Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik“

03/2003 Promotion zum Dr. sc. hum., Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg

1997-2013 Wissenschaftlicher Angestellter an den Universitätskliniken in Erlangen, Heidelberg und Halle (Saale)

03/1996 Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Fächer: Mathematik und Geographie), Universität Heidelberg

1. Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Nach dem Abitur habe ich Lehramt studiert, aber im Verlauf des Studiums gemerkt, wie spannend die Beschäftigung mit empirischen Daten ist, daher bin noch vor dem Referendariat in die Biometrie/Epidemiologie „abgebogen“ und seither dort geblieben.

2. Was haben Sie studiert?

Mathematik und Geographie

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen? Ich habe die Anfänge der NAKO bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Halle (Saale) gespannt mitverfolgt und durfte nach meinem Wechsel nach Düsseldorf die PI-Rolle im NAKO-SZ Düsseldorf übernehmen.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Als Wissenschaftler am Deutschen Diabetes-Zentrum interessieren mich natürlich v.a. die Aspekte der NAKO, die mit dem Diabetes zu tun haben. Mit den standardisierten Erhebungen zu Medikamenteneinnahme, inzidenten Ereignissen und Mortalität und dem Linkage von Sekundärdaten wird eine für die Diabetesforschung einzigartige pharmakoepidemiologische Kohorte in Deutschland entstehen.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

E-Bass-Spielen und das Düsseldorfer NAKO-Team für die nächste Performance beim NAKO-Fest vorbereiten.

Unsere Fragen an Nina Ebert, Studienzentrumsleiterin im Studienzentrum Düsseldorf

1.Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Als Kind wollte ich am liebsten Auslandskorrespondentin werden. Später habe ich mich mehr für Naturwissenschaften interessiert und daher Pharmazie studiert. Während des Studiums habe ich Forschung als spannende Disziplin erlebt. Ich wollte gerne Kontakt zu Menschen haben und habe zunächst in öffentlichen Apotheken gearbeitet. Nach einigen Jahren habe ich Public Health berufsbegleitend studiert, um mein Wissen über Volkskrankheiten zu vertiefen.

2. Was haben Sie studiert?

Pharmazie und Public Health

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Während des Public Health-Studiums hatte ich erste Kontakte in das DDZ geknüpft und habe 2015 die Arbeit in der NAKO aufgenommen.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

An der NAKO fasziniert mich generell, dass Daten aus sehr unterschiedlichen Bereichen und mit sehr anspruchsvollen Methoden gesammelt werden. Bioproben, Fragebogen/Interview- sowie Geräteuntersuchungsdaten können miteinander verknüpft ausgewertet werden. Mich persönlich interessieren besonders pharmakoepidemiologische Fragestellungen. Ein Alleinstellungsmerkmal der NAKO bei der Erfassung der Medikationsdaten ist, dass sowohl verschreibungspflichtige als auch OTC-Medikation erfasst werden.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, am liebsten im Schwimmbad. Außerdem lese und musiziere ich (manchmal auch „dienstlich“ mit dem NAKO-Team).

Bildquelle: privat.

Kurzvita:

  • seit 2015 Zentrumsleitung (zunächst kommissarisch) im NAKO-SZ Düsseldorf
  • 2012 Abschluss des Master-Studiengangs Public Health an der Heinriche Heine-Universität Düsseldorf
  • seit 2002 Angestellte in der öffentlichen Apotheke
  • 2001 Praktisches Jahr und anschließende Approbation
  • 1996-2000 Pharmaziestudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Unsere Frage an Dr. rer. nat. Achim Reineke

Kurzvita:

  • 2013 Promotion, Dr. rer. nat.
  • Seit 1992 Leiter der Fachgruppe IT, Datenmanagement und Medizinische Dokumentation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie
  • 1992 Diplom in Informatik an der Universität Bremen

1.       Was haben Sie studiert?

Ich habe Informatik an der Universität in Bremen studiert.

2.       Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich leite am Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Fachgruppe, die sich unter anderem mit der Entwicklung von Tools für die Durchführung von Studien beschäftigt.  Zusammen mit meinen Kolleg*innen unterstütze ich die Studie von Beginn an.

3.       Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Einerseits sind es die Inhalte und Ziele der Studie selbst. Mit der NAKO schaffen wir eine wertvolle  Grundlage für die Beantwortung von vielen (auch zukünftigen) Fragen zu Volkskrankheiten und der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung. Andererseits ist diese Studie, wegen ihrer Größe und Komplexität, ein interessantes Betätigungsfeld. Wir konnten schon viele zusätzliche Erfahrungen sammeln und diese in unsere Arbeit einfließen lassen. Die vielen verschieden Blickwinkel und Perspektiven der Kolleg*innen aus den einzelnen Studienzentren und die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse erfordern es, die eigene Arbeit zu hinterfragen, anzupassen und damit zu verbessern. Das ist eine große Herausforderung, aber damit wird es nie langweilig.

4.       Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Ich verbringe gerne Zeit mit der Familie, treibe Sport (Faustball und Joggen), arbeite im Garten oder repariere etwas am Haus.

Unsere Fragen an PD Dr. Christopher L. Schlett

1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Mich haben schon früh die naturwissenschaftlichen Fächer interessiert, konnte mir aber nicht vorstellen einem Beruf zu folgen, ganz ohne Kontakt zu Menschen zu haben.

2. Was haben Sie studiert?

Ich habe zunächst Humanmedizin in Deutschland mit Studienaufenthalten in der Schweiz, USA und England studiert und in den USA an der Framingham Heart Study [Framingham Heart Study ist die längste Kohortenstudie] zu populationsbasierter Bildgebung promoviert. Begeistert von der Epidemiologie und Population Imaging habe ich einen Masterstudiengang in Public Health mit Schwerpunkt in Clinical Effectiveness an der Harvard School of Public Health absolviert und eine Facharztausbildung Radiologie abgeschlossen.

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Nach meiner Rückkehr aus den USA und meinen Vorarbeiten in der Framingham Heart Study bin ich angesprochen worden, um an der deutschen bevölkerungsbasierten Studie mitzuwirken. So haben wir in Mannheim/Heidelberg auch ein MRT-Site der NAKO etabliert.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Die Multidisziplinität sowie der ganzheitliche Aspekt finde ich spannend! Es geht nicht nur um die Erforschung einzelner, seltener Erkrankungen, sondern die großen Volkserkrankungen Deutschlands. So ist auch unser MRT-Programm aufgebaut mit einer Ganzkörper-Bildgebung um das Zusammenspiel der unterschiedlichen Organe besser zur verstehen.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Die Freizeit verbringe ich gerne mit Frau und Kind. Von dem Leben an der Ostküste der USA ist die Begeisterung für den Segelsport hängen geblieben.

Kurzvita:

NAKO MR Imaging Core
Leitender Oberarzt und stellv. Ärztlicher Direktor, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Freiburg
Leiter der Radiologie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen

Unsere Fragen an Dr. Nilüfer Sonuc

Kurzvita:

  • Seit 2014 Leitung Teilnehmermanagement der NAKO im Studienzentrum Essen
  • Seit 2012Projektmanagement klinische Studien am Zentrum für klinische Studien Essen
  • 2009 Promotion an der Maximilians-Universität München
  • 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Detroit (USA)
  • 2001 Studium der Biologie an der Universität Bremen
  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    2014 bin ich  gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte, Teil eines neuen, bundesweiten Forschungsvorhabens namens NAKO Gesundheitsstudie zu sein. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit 2 Jahren am „Zentrum für klinische Studien Essen“ als Projektmanagerin in klinischen Studien tätig und hatte auch schon von der NAKO gehört. Die Chance, an dieser für Deutschland einmaligen Langzeitstudie mitzuwirken, wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe kurzer Hand zugesagt. Zunächst war es für mich eine Umstellung. Epidemiologische Studien sind bevölkerungsbasiert, das heißt, ich habe nicht mehr, wie in klinischen Studien, mit Patienten und ärztlichem Personal, sondern mit Erwachsenen zwischen 20 und 69 Jahren aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten täglich zu tun. Doch genau dies war es auch, was mich gereizt hat. Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen Menschen Kontakt aufzunehmen und diese für eine gute Sache zu begeistern.
  2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
    Mein Aufgabenbereich in der NAKO war und ist das Teilnehmermanagement, das ich zuerst aufgebaut habe und seit [2014] leite. Zusammen mit meinem Team sollten wir 10.000, aus dem Melderegister per Zufallsprinzip ausgewählte Frauen und Männer aus der Essener Bevölkerung für dieses Projekt gewinnen. Dieses Ziel haben wir 2019 erreicht. Dafür möchte ich noch einmal meinem Team und den freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern meinen Dank aussprechen, ohne die es nicht möglich gewesen wäre.
  3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
    In meinem Bereich ist Kommunikation natürlich das A und O. Wir haben tagtäglich die Aufgabe, Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Telefon zu informieren und ihre Fragen zu beantworten. Doch nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern auch die Kommunikation untereinander ist wichtig. Dies zu gewährleisten fällt in meinen Bereich. Neue Arbeitsanweisungen zu verfassen und umzusetzen, Arbeitspläne aufzustellen, Schulungen zu leiten und die Mitarbeiter immer auf den aktuellen Stand zu bringen, erfordert Organisation und Geduld. Fachkompetenz darf dabei auch nicht fehlen. Alle diese Eigenschaften zusammen zeichnet meine Arbeit aus.
  4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
    Ich bin Wissenschaftlerin geworden, weil ich verstehen möchte, wie Zellen funktionierten und was den Körper krank macht. Die NAKO versucht genau darauf Antworten zu finden. Denn mit den Ergebnissen dieser Studie können wir in ein paar Jahren verstehen, warum wir bestimmte Krankheiten bekommen und diese vielleicht sogar durch präventive Maßnahmen verhindern. Genau das macht die NAKO so besonders.

Unsere Fragen an Dr. Ramona Sowade

1.Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Die NAKO Gesundheitsstudie hat mich in mehrfacher Hinsicht angesprochen. In meiner Zeit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hatte ich bereits Berührungspunkte mit dieser Studie und fand das Projekt sehr interessant. Als dann die Stellenausschreibung „Wissenschaftliche/r Projektmanager/in NAKO“ des Uniklinikums Heidelberg erschien, habe ich meine Chance ergriffen und mich beworben.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Zum einen hat mich das Projekt aus wissenschaftlicher Sicht angesprochen: In der NAKO wird ein sehr wertvoller Datenschatz erhoben. Dieser wird die Grundlage für eine Vielzahl von relevanten wissenschaftlichen Projekten zu unterschiedlichen Themen bilden, z. B. „wie man große Volkskrankheiten besser verstehen kann“ und „man die Entwicklung von neuen Analyseverfahren vorantreibt“.

Zum anderen ist es auch persönlich reizvoll, an einem so umfangreichen wissenschaftlichen Vorhaben mitzuwirken, da man viele interessante Einblicke in die komplexen Strukturen erhält und sich persönlich weiterentwickeln kann. Außerdem ist man durch die übergeordnete Arbeit im Projektmanagement nicht nur in ein Projekt involviert, sondern erhält umfangreichere Einblicke in unterschiedliche Forschungsthemen.

3.Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Da ich sehr unterschiedliche Aufgaben und Prozesse begleite, sind Organisations- und Kommunikationstalent gefragt. Darüber hinaus muss man aber auch inhaltlich gut in das System und die Prozessabläufe eingearbeitet sein.

4.Wie sieht ein typischer Tag aus?
Der Tag als Wissenschaftliche Projektmanagerin, Schwerpunkt Magnetresonanztomographie (MRT) ist anspruchsvoll und abwechslungsreich: neben einem großen Anteil von Kommunikationsarbeit, verbringe ich viel Zeit thematisch mit der Koordination von Qualitätssicherungsprozessen zur Erfassung von Zufallsergebnissen, mit der Unterstützung bei technischen Problemen, mit der Planung und Durchführung von Schulungen der Radiologen, mit der Datenbereinigung und vieles mehr.

5.Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die MRT-Untersuchung natürlich. 😊

Kurzvita:

Seit 02/2019: Wissenschaftliche Projektmanagerin im NAKO MRT Imaging Core Zentrum für Zufallsergebnisse Heidelberg
01/2017 – 12/2018: Persönliche Referentin des Wissenschaftlichen Vorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
12/2012 – 12/2016: Promotion in Biologie am DKFZ
2010 – 2012: Masterstudium in „Neurosciences“ an der Universität Bonn
2007 – 2010: Bachelorstudium in „Biowissenschaften“ an der Universität Münster

Unsere Fragen an Dr. Stefan Rach

Dr. Rachs Lebenslauf

Seit 2018: Sprecher der NAKO Expertengruppe „Rekrutierung, Responseanalysen und -me-thoden“ und Stellvertretende Leitung des NAKO Studienzentrums Bremen
Seit 2014: Fachgruppenleiter im Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen
2010 Promotion in Psychologie
2006-2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg
2004 – 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Jacobs University Bremen
2004 Diplom in Psychologie

Was haben Sie studiert?
„Ich habe Psychologie mit dem Schwerpunkt Kognitionspsychologie studiert.“
Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
„Ich habe mich am Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie beworben, das zu diesem Zeitpunkt bereits an der NAKO beteiligt war. Dort leite ich eine Fachgruppe, der alle Untersucher*innen und Studiensekretär*innen des Instituts angehören, also auch die in der NAKO beschäftigten Mitarbeiter*innen. Da sich meine Forschung mit der Frage befasst, ob und warum Menschen an wissenschaftlichen Studien teilnehmen, ist die NAKO für mich natürlich auch ein interessantes Forschungsfeld.“
Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?
„Mich interessieren offen gesagt weniger die Forschungsdaten, die die NAKO TeilnehmerInnen bei ihrem Besuch im Studienzentrum offenbaren, sondern das was davor passiert. Ich möchte wissen, warum manche Bevölkerungsgruppen eher an wissenschaftlichen Studien teilnehmen als andere und was man tun kann, um auch diese Menschen zu gewinnen. Welchen Einfluss haben beispielsweise Erinnerungsbriefe oder Anrufe? Nervt das die Menschen und erzeugt Ablehnung? oder lassen sich Menschen dadurch tatsächlich zu einer Teilnahme bewegen oder wie muss ein Einladungsschreiben gestaltet sein, damit sich ganz unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Lebenswelten dadurch gleichermaßen angesprochen fühlen?“
Warum ist Ihre Forschung wichtig?
„Für viele wissenschaftliche Fragestellungen ist es wichtig, dass die Zusammensetzung der Studienpopulation [a. d. R. hier = die Gruppe von Menschen, die an einer Studie teilgenommen hat] ungefähr der Zusammensetzung unserer Bevölkerung entspricht, damit auf Basis der Studienergebnisse allgemeingültige Aussagen getroffen werden können. Es ist daher wichtig zu erforschen, welche Gesellschaftsgruppen zurückhaltender bei der Studienteilnahme sind und wie wir das vielleicht ändern könnten. Des Weiteren beobachten wir in der Forschung seit vielen Jahren, dass in der Bevölkerung generell die Bereitschaft sinkt, an wissenschaftlichen Studien und Befragungen teilzunehmen. Wenn wir verstehen woran das liegt, könnte man zukünftige Studien so gestalten, dass sie wieder auf mehr Beteiligungswillen in der Bevölkerung stoßen.“