Wir sind NAKO

„Wer arbeitet bei der NAKO Gesundheitsstudie?“, „Wer sind die NAKO Forscherinnen und Forscher?“, „Was macht eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler aus?“…
Diese und ähnliche Fragen werden in der Rubrik „Wir sind NAKO“ beantwortet und gewähren einen Einblick hinter die Kulissen der NAKO Gesundheitsstudie. Nacheinander stellen sich NAKO Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie NAKO Forscherinnen und Forscher vor.

Unsere Fragen an André Karch, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Münster

Quelle: Hauss/UKM

Kurzvita:

  • Professor für klinische Epidemiologie an der WWU Münster (seit 2018)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (2013-2018)
  • Assistenzarzt in der Neurologie an der Universitätsmedizin Göttingen (2011-2013)
  1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?
    Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Ich finde es immer faszinierend, wenn Menschen sich daran erinnern können, welchen Beruf sie in der Kindheit ergreifen wollten. Bei mir ist das nicht so und ich würde sogar behaupten, dass ich als Kind im Wesentlichen spielen wollte und gar nicht so sehr am Konzept „Beruf“ interessiert war. Der Wunsch, wissenschaftlich tätig zu werden, hat sich bei mir erst im Studium so richtig ausgebildet, als ich Stück für Stück realisiert habe, dass man über wissenschaftliche Erkenntnisse viel mehr „Impact“ auf die Gesundheit der Menschen haben kann als über die individuelle ärztliche Tätigkeit. Die Epidemiologie-Vorlesung meines späteren Doktorvaters hat mir dann den Anstoß dazu gegeben, mich in diesen Bereich weiter zu orientieren, auch weil mir die mathematische Komponente immer sehr viel Spaß bereitet hat.

 

  1. Was haben Sie studiert?

Ich habe zunächst in Würzburg und Trondheim Medizin studiert, dabei einen Teil meines Praktischen Jahres in Rochester in den USA verbracht und – motiviert durch eine Doktorarbeit aus der molekularen Epidemiologie – direkt nach meinem Medizinstudium noch ein Masterstudium in Epidemiologie an der London School of Hygiene and Tropical Medicine absolviert.

 

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Als ich 2013 aus meiner klinischen Arbeit auf eine rein wissenschaftliche Postdoc-Stelle am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung gewechselt bin, wurden gerade die Prätest-Studien der NAKO durchgeführt, und ich war von da an vertretungsweise als Studienarzt praktisch sowie als Teil der Expertengruppe Infektionskrankheiten auch wissenschaftlich in die NAKO involviert. Im Studienzentrum in Hannover habe ich den größten Teil der „Baselineuntersuchung“ miterleben können, bevor ich nach meinem Wechsel nach Münster zuerst als Co-PI und inzwischen als PI die NAKO begleiten durfte und auch weiterhin darf.

 

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Aufgrund der Breite des Untersuchungsprogrammes bietet die NAKO tatsächlich in einigen Jahren bisher ungeahnte Möglichkeiten, Ursachen und Prädiktoren für alle relevanten Krankheitsentitäten in einer nie dagewesenen Komplexität zu untersuchen. Hierfür ist es nötig, die begonnene Arbeit weiterhin mit gleicher Detailtreue und Intensität fortzusetzen, um über aktive und passive Verfahren die bei den Studienteilnehmer*innen neu auftretenden Erkrankungen über die nächsten Jahre und Jahrzehnte erfassen zu können.

 

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Leider besteht der Großteil meines Arbeitsalltags gar nicht aus Forschung, sondern der Administration und Organisation außen rum. Dementsprechend ist echte wissenschaftliche Arbeit auch weiterhin Entspannung für mich. Meine Freizeit verbringe ich momentan fast ausschließlich mit unseren beiden Kindern, die noch klein sind. Sollte abends noch Zeit übrig sein, spiele ich gerne Brettspiele mit Freunden (aktuell ausschließlich digital).

Dürfen Wir Vorstellen: Das Studienzentrum Saarbrücken

Wo genau befindet sich das Studienzentrum? Was war davor in dem Gebäude oder ist es ein neues Gebäude? Welche Institution ist der Träger des Studienzentrums?

  • Unser Studienzentrum befindet sich zentral in der Innenstadt, zwischen Hauptbahnhof und Fußgängerzone. Vorher befanden sich private Büroräume in den Räumlichkeiten des SZ.
  • Das SZ Saarbrücken ist ein Tandemstudienzentrum und wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes betrieben.

 

Warum wurde gerade dieser Standort ausgewählt?

  • Aus logistischen Gründen: Das Studienzentrum liegt sehr zentral und ist gut mit dem ÖPNV erreichbar. Außerdem befindet sich eine Arztpraxis im Haus, die zur Beurteilung auffälliger Untersuchungsergebnisse gewonnen werden konnte.

 

Seit wann gibt es das Studienzentrum?

  • In diesen Räumlichkeiten seit Anfang 2013, während der Pretest-Phase in einem kleinen Behelfsstudienzentrum in der unmittelbaren Nachbarschaft.

 

 

Wie kommen die Mitarbeiter*innen mit Corona zurecht? Was für Schwierigkeiten gibt es? Lässt sich vielleicht auch Positives aus der Krise ziehen?

  • Alle Mitarbeiter*innen haben sich auf die pandemiebedingte Situation eingestellt und kommen mit den zusätzlichen Maßnahmen, die die NAKO in der Corona-Pandemie eingeführt hat, gut zurecht. Sowohl für die Teilnehmer*innen als auch für die Mitarbeiter*innen stellt das durchgängige Tragen der Maske eine gewisse Belastung dar, wird aber dennoch von allen als sinnvolle und notwendige Maßnahme anerkannt.
    Wir bedauern dennoch, dass wir unseren Teilnehmer*innen momentan keine Heißgetränke und Snacks anbieten können, aber die Prävention geht vor.
    Bei den Mitarbeiter*innen wird das gesellige Zusammensitzen in der Mittagspause vermisst.

 

Und wie wirkt sich das Pandemie-Geschehen auf die Teilnehmer*innen und ihre Teilnahmebereitschaft aus?

  • Erfreulicherweise war und ist die Teilnahmebereitschaft – auch bei hoher Inzidenz im Saarland – erstaunlich hoch. Allerdings gibt es natürlich auch pandemiebedingte Absagen. Besonders hervorzuheben sind kurzfristige Absagen, die sich seit Pandemiebeginn gehäuft haben. Grund hierfür sind meist leichtere Erkältungssymptome, die zurzeit einen Ausschluss für die Untersuchung darstellen.

 

Werden momentan Untersuchungen durchgeführt? Wenn ja, wie hat sich die Pandemie auf den Untersuchungsablauf und den generellen Alltag im SZ ausgewirkt? Welche Vorkehrungsmaßnahme kommt am besten an? Welche am wenigsten?

  • Ja, es werden alle Untersuchungen durchgeführt, bei denen die Teilnehmenden den MNS tragen können (d.h. ausgeschlossen werden momentan Spirometrie, FeNO, Ergometrie, Zahnuntersuchung und Geruchstestung).
  • Um Begegnungen der Teilnehmenden untereinander zu reduzieren sowie Lüftungs- und Desinfektionszeiten einplanen zu können, mussten wir die Untersuchungstermine entzerren, so dass im Ergebnis weniger Untersuchungen pro Tag untersucht werden können.

 

Gibt es Besonderheiten an dem SZ? Also irgendwas, das es in keinem anderen SZ gibt (unabhängig von der Pandemie)?

  • Wir sind das kleinste NAKO-SZ

 

Gab es bei den Untersuchungen schon einmal ein besonders interessantes Erlebnis/ein Erlebnis, das im Gedächtnis geblieben ist?

  • Nachhaltig im Gedächtnis bleiben die Nachrichten mehrerer Teilnehmer*innen, die durch Auffälligkeiten in den NAKO-Untersuchungsergebnissen frühzeitig auf schwerwiegende Erkrankungen aufmerksam wurden und diese nur aufgrund der Zufallsergebnisse rechtzeitig behandelt werden konnten.

Quelle: Studienzentrum Saarbrücken.

Unsere Fragen an Rafael Mikolajczyk, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Halle

Quelle: Universitätsklinikum Halle.

  1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?
    Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Ehrlicherweise habe ich keine konkreten Erinnerungen daran, was ich in meiner Kindheit werden wollte – vielleicht Architekt. Später hatte ich immer Interesse an Zahlen und auch an Fragestellungen, inwiefern über Analysen neue Erkenntnisse gewonnen werden können.

  1. Was haben Sie studiert?

Medizin und danach Epidemiologie

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich war schon sehr früh Teil der NAKO als Mitglied der Expertengruppe Infektionen und Immunologie. Durch die Rufannahme nach Halle wurde mir als Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik die Leitung der NAKO am Standort Halle übertragen.

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Für einen Epidemiologen sind die Langzeitperspektive gepaart mit der Größe der Studie spannend.

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Familienzeit, Lesen, Sport

Dürfen Wir Vorstellen: Das Studienzentrum Halle

Wo genau befindet sich das Studienzentrum? Was war davor in dem Gebäude oder ist es ein neues Gebäude? Welche Institution ist der Träger des Studienzentrums?

Unser Studienzentrum befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Universitätsklinik im Zentrum der Stadt Halle. In unserem Gebäude waren früher die Neurochirurgie und die Urologie untergebracht. Aktuell steht unser Gebäude ziemlich leer. Demnächst soll es saniert werden, so dass nichtklinische Institutionen der Medizinischen Fakultät einziehen können.

Warum wurde gerade dieser Standort ausgewählt?

Weil es zentral in unmittelbarer Nähe zum betreibenden Institut für Medizinische Epidemiologie liegt.

Seit wann gibt es das Studienzentrum?

Seit 2012

Wie kommen die Mitarbeiter mit Corona zurecht? Was für Schwierigkeiten gibt es? Lässt sich vielleicht auch Positives aus der Krise ziehen?

Die Situation stresst mit der Zeit alle Mitarbeiter*innen, insbesondere das Tragen der Masken und die Notwendigkeit, auf gemeinsame Mittagspausen zu verzichten. Durch die zwischenzeitliche Schließung des SZ für den Untersuchungsbetrieb konnten aber eine Reihe von Dingen erledigt werden, für die sonst die Zeit fehlt.

Und wie wirkt sich das Pandemie-Geschehen auf die Teilnehmer*innen und ihre Teilnahmebereitschaft aus?

Leider gibt es aktuell viele spontane Terminabsagen. Aufgrund des erhöhen Risikos für ältere Personen, laden wir gerade auch nur unter 60jährige ein. Bekanntlich birgt der Weg ins Studienzentrum ein mögliches Ansteckungsrisiko.

Werden momentan Untersuchungen durchgeführt? Wenn ja, wie hat sich die Pandemie auf den Untersuchungsablauf und den generellen Alltag im SZ ausgewirkt? Welche Vorkehrungsmaßnahme kommt am besten an? Welche am wenigsten?

Ja, wir haben unser SZ geöffnet, allerdings unter besonders strengen Vorkehrungen. So werden nur wenige, jüngere Teilnehmer*innen eingeladen. Wir versuchen Kontakte zu beschränken, in dem die Teilnehmer*innen nur durch wenige Mitarbeiter*innen untersucht werden, es muss über den kompletten Aufenthalt eine FFP-Maske getragen werden und wir lüften die Untersuchungsräume verstärkt. Die Teilnehmer*innen zeigen i.d.R. volles Verständnis für die Maßnahmen.

Gibt es Besonderheiten an dem SZ? Also irgendwas, das es in keinem anderen SZ gibt (unabhängig von der Pandemie)?

Unser SZ zeichnet sich dadurch aus, dass wir eine Reihe an Zusatzuntersuchungen durchführen. So werden beispielsweise ein Körperscan und ein Leberultraschall zusätzliche den Teilnehmer*innen angeboten. Auch können die Teilnehmer*innen verschiedene Online-Fragebögen zusätzlich zu Hause ausfüllen. Diese Zusatzangeboten werden von den Teilnehmenden positiv aufgenommen.

 

Gab es bei den Untersuchungen schon einmal ein besonders interessantes Erlebnis/ein Erlebnis, das im Gedächtnis geblieben ist?

Da gibt es viele interessante und auch lustige Episoden, da jeden Tag andere Teilnehmer*innen zu uns kommen und alle ihre eigenen Geschichten mitbringen und teilweise auch erzählen wollen. Dies führt mitunter dazu, dass die Untersucher*innen Mühe haben, immer wieder zum eigentlichen Zweck des Termins zurückzuführen, nämlich der Untersuchung der Teilnehmer*innen.

Gibt es eine Frage, die ein/e SZ Leiter*in schon immer beantworten wollte? :)

Wenn mich jemand fragt, wie ich die NAKO finde (hat mich aber komischerweise noch nie jemand gefragt) würde ich antworten, dass ich die NAKO für ein großartiges Projekt halte.

Quelle: NAKO Studienzentrum Halle.

Dürfen Wir Vorstellen: Das Studienzentrum Regensburg

Quelle: NAKO Studienzentrum Regensburg.

Wo genau befindet sich das Studienzentrum?
In einem Forschungstrakt des Universitätsklinikums Regensburg

Was war davor in dem Gebäude oder ist es ein neues Gebäude?
Alle Räume waren zuvor Büroräume des Instituts für Epidemiologie und wurden vor dem Start der NAKO entsprechend umgebaut. Z.B. wurden in den sehr geräumigen Flur auch zwei Interviewkabinen eingebaut.

Welche Institution ist der Träger des Studienzentrums?
Die Universität Regensburg

Warum wurde gerade dieser Standort ausgewählt?
Die Studienregion Regensburg ist bis auf die Einwohner der Stadt Regensburg eher ländlich geprägt. Neben vielen städtischen Studienregionen in der NAKO (Berlin, Essen, Hamburg usw.) ist es wichtig, auch Teilnehmende aus ländlichen Regionen in der Studienpopulation zu erfassen.

Seit wann gibt es das Studienzentrum?
Das Studienzentrum beteiligt sich bereits seit 2010 an der NAKO – richtig „untersucht“ haben wir zum ersten Mal im Rahmen der ersten Machbarkeitsstudie 2011

Wie kommen die Mitarbeiter mit Corona zurecht? Was für Schwierigkeiten gibt es? Lässt sich vielleicht auch Positives aus der Krise ziehen?
Generell sind alle froh, dass das Studienzentrum wieder geöffnet ist und somit etwas „Normalität“ vermittelt. Die Kontakte im Team und mit den Teilnehmer*innen werden weniger als potentielle Infektionsrisiken sondern als willkommene, soziale Interaktionen wahrgenommen. Die Wertschätzung gegenüber dem öffentlichen Dienst als Arbeitgeber ist durch die Pandemie gestiegen: die Mitarbeiter*innen können sich sicher sein, dass Ihnen weder Kurzarbeit noch Arbeitslosigkeit durch die Pandemie drohen.
Schwierig und anstrengend ist es für diejenigen, die Kinder im Homeschooling haben, wobei wir versuchen, pragmatische Lösungen zu finden.

Und wie wirkt sich das Pandemie-Geschehen auf die Teilnehmer*innen und ihre Teilnahmebereitschaft aus?
Das ist sehr heterogen. Vermehrt hören die Mitarbeiter*innen des Teilnehmermanagements die Aussage: „Ich komme erst, wenn ich geimpft bin.“ Andere freuen sich sehr, dass die Studienteilnahme offiziell als sogenannter „triftiger“ Grund eingestuft wurde. Sie dürfen also ihr Heim verlassen, um zu uns zu kommen. Dieser Aufforderung kommen sie dann mit Freude und am liebsten sehr zeitnah nach. Wir haben den Eindruck, dass das Mitteilungsbedürfnis gerade bei Alleinstehenden gestiegen ist. Und wir haben in der letzten Zeit gehäuft auf Psychologische Hilfsangebote hingewiesen, wenn wir bemerkt haben, dass es Teilnehmer*innen psychisch schlecht geht.

Werden momentan Untersuchungen durchgeführt? Wenn ja, wie hat sich die Pandemie auf den Untersuchungsablauf und den generellen Alltag im SZ ausgewirkt? Welche Vorkehrungsmaßnahme kommt am besten an? Welche am wenigsten?
Ja, wir untersuchen. Die 1:1 Betreuung hat die größten Auswirkungen auf unseren Alltag. Die Teilnehmer*innen begrüßen diese persönliche Betreuung sehr. Dies kommt in den Zufriedenheitsfragebögen deutlich zum Ausdruck. Aber auf der anderen Seite leidet der Durchsatz darunter: die Studenten können nicht bei der Durchführung von Einwilligung, Touchbetreuung, Interview u.ä. unterstützen UND wenn die Arbeitszeit nicht durch 4 teilbar ist, kann eine Untersucherin (wir haben nur weibliche Untersucherinnen) nicht effizient eingesetzt werden. Dies wird an einem Beispiel klar: wenn die tägliche Arbeitszeit 6 Stunden beträgt, kann nur ein Teilnehmer*in untersucht werden, was etwa 4 Stunden dauert. Die übrigen 2 Stunden reichen für keine weitere Person und können „nur“ für Büroarbeiten genutzt werden. Auch die notwendige Flexibilität bei einem Ausfall einer Untersucherin ist bei der 1:1 Betreuung nicht gegeben.

Gibt es Besonderheiten an dem SZ? Also irgendwas, das es in keinem anderen SZ gibt (unabhängig von der Pandemie)?
Der Oberpfälzer Dialekt unserer Landbevölkerung ist manchmal schon etwas speziell – da wird das Personal gerne mal von Anfang an geduzt und als Deandl oder Madl (=junge Frau, Mädchen) bezeichnet.

Gab es bei den Untersuchungen schon einmal ein besonders interessantes Erlebnis/ein Erlebnis, das im Gedächtnis geblieben ist?
Ein Teilnehmer hat sich in seine Untersucherin verliebt – inzwischen haben sie Zwillinge und das Aufgebot ist bestellt J NAKO verbindet!

Gibt es eine Frage, die ein/e SZ Leiter*in schon immer schon immer beantworten wollte? :)
Eine Frage, die wir häufig von unseren Teilnehmer*innen hören: Darf ich in 5 Jahren wieder zur Untersuchung kommen?

Unsere Fragen an Heiko Becher, Studienleiter der NAKO am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

  1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler?
    Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Mein erster Berufswunsch, an den ich mich erinnere, war Diplomingenieur zu werden wie Daniel Düsentrieb. Mich hat zum Beispiel die Maschine fasziniert, die man auf einen kahlen Felsen aufsetzt, und bei der am anderen Ende Erdbeereis herauskommt …

 

Ich wollte auf jeden Fall selbstbestimmt arbeiten, und nachdem ich nach dem Diplom direkt in einem Forschungsinstitut landete, und dann auch kurz danach die Möglichkeit zur Promotion bekam, begann ich die Möglichkeit, an aktuellen Forschungsthemen, gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern zu arbeiten, mehr und mehr zu schätzen. Nach einiger Zeit wusste ich dann, dass ich dabei bleiben wollte.

 

  1. Was haben Sie studiert?

Ich habe Statistik an den Universitäten Dortmund und Sheffield studiert

 

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich bin quasi von Anfang an dabei: Ich war zu Beginn der Überlegungen dieser Studie an der Universität Heidelberg und an den Diskussionen über eine neue Kohortenstudie direkt beteiligt, war dann Co-PI am Studienzentrum Mannheim/Heidelberg und bin seit 2014 PI am Studienzentrum Hamburg.

 

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Kein einzelnes Untersuchungsmodul, sondern einfach die Tatsache, dass sich die große Mehrheit der Epidemiolog*innen in Deutschland zusammengefunden hat, um gemeinsam eine große Studie durchzuführen, die das Potential hat, wegweisende neue Erkenntnisse in Ätiologie (Lehre der Ursache des Entstehens einer Krankheit – A.d.R.), Prävention und Früherkennung von Krankheiten zu liefern.

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Klavier spielen, Snooker spielen, Freunde treffen

Quelle: privat.

Kurzvita:

seit 2014 Professor für Epidemiologie (W3) und Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie und Epidemiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
2004–2007 Präsident (Gründungspräsident) der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi)
1999-2014 Professor für Epidemiologie und Biostatistik (C3), Leiter der Sektion Epidemiologie und Biostatistik, und stv. Direktor des Instituts für Public Health, Universitätsklinikum Heidelberg
1993 Habilitation für die Fächer Epidemiologie und Medizinische Biometrie, Universität  Heidelberg
1987-1997 Leiter der Arbeitsgruppe „Cancer Risk Assessment“ Abteilung Epidemiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ)
1987 Promotion zum Dr. rer. nat. Universität  Dortmund
1984 – 1987 Bremer Institute für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), Bremen, Germany
1973-1983 Studium der Statistik, Universität Dortmund und University of Sheffield, England (Abschluß: Diplom)

Dürfen Wir Vorstellen: Das Studienzentrum Leipzig

Quelle: LIFE Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen. Die Fotos wurden vor Ausbruch der Corona-Pandemie aufgenommen.

Wo genau befindet sich das Studienzentrum? Was war davor in dem Gebäude oder ist es ein neues Gebäude? Welche Institution ist der Träger des Studienzentrums?

Das Studienzentrum Leipzig befindet sich im Erdgeschoss des sogenannten Roten Hauses, eines historischen Gebäudes des Universitätsklinikums Leipzig. In demselben Gebäude befinden sich seit 2010 das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) und seit 2018 das Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung, (HI-MAG).

Die Universität Leipzig ist Träger des NAKO Studienzentrum Leipzig.

 

Warum wurde gerade dieser Standort ausgewählt?

Im Roten Haus gab es zu diesem Zeitpunkt freie Räumlichkeiten, die für die Durchführung von großen Bevölkerungsstudien gut geeignet waren. Es gab ausreichend Platz für das Teilnehmermanagement, die Untersuchungseinheiten und den Laborbereich. Auf insgesamt drei Etagen befinden sich die Räumlichkeiten der LIFE Erwachsenenstudie (LIFE Adult- und NAKO Gesundheitsstudie), die Studienambulanz der LIFE-Child-Studie, sowie die Räumlichkeiten des HI-MAG. Außerdem die Geschäftsstellen der Einrichtungen LIFE und HI-MAG. Der Standort ist gut in die Infrastruktur eingebunden: Es gibt einen Parkplatz, der von Studienteilnehmern genutzt werden kann. Das Rote Haus ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

 

Seit wann gibt es das Studienzentrum?

Seit 2010 gibt es die Studienambulanz der LIFE-Erwachsenenstudie. Seit 2014 ist auch die NAKO dort zu Hause.

 

Wie wirkt sich Corona auf Mitarbeiter*innen und Teilnehmer*innen aus?

Auf die sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen, wodurch Sachsen zum bundesweiten Hotspot der Pandemie geworden war, reagierte die sächsische Landesregierung mit strengen Corona-Einschränkungen, die am 14.12.2020 in Kraft traten.

Das Studienzentrum war aufgrund des allgemeinen Lockdowns für mehrere Wochen geschlossen, eröffnet aber ab dem 15. Februar wieder.

Die Mitarbeiter*innen arbeiten professionell, haben größtenteils Ausbildungen im Gesundheitswesen absolviert und sind im Umgang mit Schutz- und Hygienemaßnahmen vertraut, was in einer Krisensituation wie der Corona-Krise von großem Vorteil ist. Bis auf die Zeit des von der Landesregierung landesweit eingeführten Lockdowns erfolgte die Untersuchung von Teilnehmer*innen auch während der Pandemie regulär. Das Studienzentrum hat selbstverständlich bereits zu Beginn der Pandemie ein umfangreiches Hygienekonzept etabliert, welches auch weiterhin Gültigkeit hat.

 

Wie hat sich die Pandemie auf den Untersuchungsablauf und den generellen Alltag im Studienzentrum ausgewirkt?

Dank der Professionalität der Mitarbeiterinnen, der zusätzlich getroffenen Vorkehrungen und der Akzeptanz durch die Teilnehmenden hat sich die Pandemie wenig auf die eigentlichen Untersuchungsabläufe ausgewirkt. Einige Untersuchungen, bei denen Mitarbeiter*innen und Teilnehmer*innen gefährdet sein könnten, werden z. Z. vorbeugend nicht durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise der Riechtest oder der Lungenfunktionstest, und generell alle Tests, bei denen die Teilnehmer*innen ihre Maske abnehmen müssten.

Wir bedauern sehr, dass wir während der Corona-Pandemie für unsere Teilnehmenden keinen Imbiss und heiße Getränke mehr bereitstellen können, dafür haben diese aber vollstes Verständnis.

 

Gibt es Besonderheiten an dem SZ?

Es gibt zwei so genannte Level-3-Projekte, deren Durchführung in eigener Verantwortung des Studienstandortes liegen und das NAKO-Programm ergänzen. Mithilfe der Transienten Leberelastographie wird die Lebersteifigkeit ermittelt, wodurch sich bestimmte Veränderungen im Lebegewebe feststellen lassen. Zudem gibt es einen Bodyscanner, mit welchen wir innerhalb von zwölf Sekunden ein dreidimensionales Körpermodell erstellen können. Auch die NAKO-Studienzentren Düsseldorf und Halle verfügen über einen Bodyscanner, so dass wir die bei dieser Untersuchung gewonnenen Daten gemeinsam auswerten können.

Unsere Fragen an Severin Bröckner – FSJler beim Studienzentrum Regensburg

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Mir war schon früh klar, dass ich kein online Studium machen würde, deshalb hielt ich Ausschau nach Alternativen. Die klassischen FSJ-Stellen im Kindergarten, in der Schule oder als Rettungssanitäter begeisterten mich jedoch nicht. Im Internet bin ich zufällig und erst Im Sommer auf das Angebot der NAKO gestoßen, denn ich bewarb mich erst einen Monat, nachdem ich mit dem Abitur fertig war. Glücklicherweise war die Stelle noch nicht besetzt, und ich wurde genommen.

 

  1. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?

Mich interessiert die naturwissenschaftliche Forschung. Vor allem will ich den Ablauf einer Studie verstehen und herausfinden, ob ich mir in der Zukunft eine Beschäftigung in diesem Bereich vorstellen könnte.

 

  1. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?

Kommunikation und der Umgang mit Menschen. Zum einen ist es wichtig den Proband*innen gegenüber höflich und zuvorkommend zu sein, da die Teilnahme freiwillig ist. Zum anderen arbeitet man bei der NAKO im Team. Außerdem fordert die Arbeit bei einer Studie die akribische Durchführung und Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte.

 

  1. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?

Für Abiturient*innen wie mich gibt es kaum Möglichkeiten, vor dem Studium Einblicke in die wissenschaftliche Forschung zu erhalten. Gleichzeitig erlernt man bei der NAKO die Durchführung einfacher medizinischer Untersuchungen, wie zum Beispiel Puls- & Blutdruckmessung, Handgreifkraftmessung oder Augenuntersuchungen.

 

  1. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?

Immer etwas unterschiedlich. An manchen Tagen arbeite ich im Labor, an anderen führe ich Untersuchungen durch. Wenn es sich ergibt, schaue ich unseren Wissenschaftler*innen über die Schulter.

 

  1. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?

Die Ultraschalluntersuchung des Bauchfettes. Die Untersucher*innen zeigen und erklären mir bei den Aufnahmen verschiedene Bestandteile des Körpers. Für mich waren auf den Bildschirmen lange Zeit nur schwarze und weiße Punkte zu erkennen.

 

  1. Ist Ihnen ein Erlebnis in Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?

Mir wird die Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) besonders im Gedächtnis bleiben. Bei dieser Veranstaltung stellten Wissenschaftler aus der Epidemiologie ihre Forschungsprojekte & -ergebnisse vor. Diesmal wurde auch über politische, medizinische und psychologische Aspekte des Themas Covid19 mit Wissenschaftlern und auch Politikern diskutiert.

Quelle: privat.

Kurzvita:

  • FSJ beim NAKO Studienzentrum Regensburg
  • Erwerb der allgemeinen Hochschulreife am Goethe Gymnasium Regensburg

Unsere Fragen an Klaus Berger, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Münster

Quelle: Institut für Epidemiologie & Sozialmedizin Universität Münster.

Kurzvita:

  • Vorsitzender des Vereins NAKO Gesundheitsstudie e.V. 2017/18, Koordinator der NAKO Expertengruppe ‚Neurologisch-Psychiatrische Erkrankungen‘, Modulverantwortlicher für verschiedene Untersuchungen in diesem Themenfeld
  • seit 2010 Institutsdirektor und Lehrstuhlinhaber für Epidemiologie und Sozialmedizin, Universität Münster
  • 2001-2010 Leiter des Bereiches ‚Neuroepidemiologie und Versorgungsforschung‘, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, Universität Münster
  • Assistenzarzt in der Inneren Medizin, Neurologie und Psychiatrie 1987-2000, Facharzt für Neurologie seit 1996
  • Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum und Postgraduiertenstudien der Gesundheitswissenschaften (MPH) an der Universität Bielefeld und der Epidemiologie (MSc) an der Harvard School of Public Health als Stipendiat des DAAD
  1. Was wollten Sie als Kind werden?

Schwierige Frage, ist schon seeeehr lange her und es gab wichtigere Dinge, z.B. ob der Fußball aufgepumpt war, definitiv aber nicht Lokomotivführer, Modedesigner oder Wissenschaftler. Konkretere Ideen so um das Abi herum waren Biologe oder Medizintechniker
Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Während des Medizinstudiums Kennenlernen und verstärktes Interesse an Konzepten zur Prävention und globalen Gesundheit der WHO. Nach mehreren Jahren klinischer Tätigkeit Rückbesinnung darauf, Neugier und Wunsch Zusammenhänge und Analysen selbst durchzuführen, verbunden mit der Einsicht, sich dafür noch weiterbilden zu müssen

 

  1. Was haben Sie studiert?.

Nach dem Abi habe ich erst eine Lehre als Energieanlagenelektroniker gemacht und dann Humanmedizin, später noch Gesundheitswissenschaften und Epidemiologie studiert

 

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich wurde 2009 als Experte für den Themenbereich neurologisch-psychiatrische Erkrankungen und Syndrome in das initiale, 10 Personen umfassende, Planungskomitee berufen und bin seitdem in verschiedenen Funktionen dabei

 

  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Allgemein ist es nach wie vor faszinierend zu sehen, wie ein solches riesiges Projekt aus der Planungstheorie über den konkreten Plan und alle nachfolgenden Anpassungen in der Praxis, mit all‘ ihren täglichen kleinen Schwierigkeiten, ankommt, Daten erhebt, diese aufbereitet und sie dann von mehr als 200000 Menschen zur Auswertung zur Verfügung stehen. Inhaltlich ist während der Pandemie, von der niemand damals etwas ahnte, das Thema psychische Gesundheit enorm gefragt und die NAKO kann und hat hier bereits interessante und wichtige Ergebnisse aufgezeigt. Dies zeigt, dass die damals gewählten Fragen und Skalen zur psychischen Gesundheit auch in dieser unvorhersehbaren Situation wichtige Informationen geben können. Inhaltlich interessiere ich mich natürlich darüber hinaus für Risiko- und Protektivfaktoren für neurologische Erkrankungen, wie dem Schlaganfall, dem Parkinson- oder dem Restless-Legs-Syndrom, und bei den psychiatrischen Krankheiten v.a. für die Depression.

 

  1. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Bronze oder Beton oder beides gießen, (moderne) Kunst gucken, wenn man darf, danach (d.h. nach dem Gießen oder Gucken oder beidem) gerne nett kochen

Unsere Fragen an Enno Swart, Wissenschaftlicher Projektleiter

1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Als Kind: irgendwas mit Rechnen und oder Sport, dann Statistik
Der Weg in die Wissenschaft erfolgte anfänglich eher zufällig, als sich meine erste Stellenzusage nach dem Studium (aus mehreren diversen Bewerbungen) von der Med. Hochschule ergab.

2. Was haben Sie studiert?

Statistik, Fortbildung in Biometrie und Epidemiologie

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Durch Ermunterung mehrerer NAKO-Kolleg*innen, ich sollte mich für das Institut um das Kompetenznetz Sekundär- und Registerdaten zu bewerben (dieses hieß in der Präphase der NAKO (2012-2013) noch nicht so)

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Die Schaffung einer umfassenden Datenbasis, die in ihrer Anreicherung um Sekundär- und Registerdaten ein erstmaliges Niveau erreicht und neue Perspektiven für die epidemiologische Forschung in Deutschland eröffnet.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Lesen, Fahrrad fahren, Chorgesang

Bild-Quelle: Universitätsmedizin Magdeburg.

Kurzvita

  • Seit 2019 stv. Institutsleiter am Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG), Med. Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • 2017 Habilitation für das Lehrgebiet Epidemiologie und Versorgungsforschung
  • Seit 2013 Principal Investigator (PI) des Kompetenznetzes Sekundär- und Registerdaten der NAKO Gesundheitsstudie
  • 1993 Promotion zum Dr. rer. biol. hum. an der Medizinischen Hochschule Hannover
  • 1987 Diplom Statistik an der Universität Dortmund

Unsere Fragen an Yildiz Yorulmaz, leitende Studienassistentin im Studienzentrum Düsseldorf

1. Wie sind sie zur NAKO gekommen?
Als im Studienzentrum Düsseldorf 2015 eine Stelle als leitende Studienassistentin ausgeschrieben wurde, habe ich mich direkt beworben. Ich hatte schon von der NAKO Gesundheitsstudie gehört und war begeistert, dass es auch in der Nähe meines Wohnorts möglich war, sich für dieses großartige Projekt zu engagieren.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Ich bin davon überzeugt, dass die Bandbreite der Daten und der lange Erhebungszeitraum uns allen helfen wird, Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung vieler Erkrankungen zu erkennen. Besonders macht die Studie für mich, dass sie über alle Gesellschaftsschichten und Nationalitäten hinweg durchgeführt und ausgewertet wird.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Eine gute Planung, Organisationsfähigkeit und Flexibilität. Auf die Wünsche unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzugehen, ist mir besonders wichtig.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Für mich ist das Besondere, dass die Ergebnisse der NAKO einen Beitrag zur Gesundheit zukünftiger Generationen leisten können: Erkrankungen können durch geeignete Behandlungsmethoden therapiert oder durch Präventionsmaßnahmen verhindert werden.

5. Ist Ihnen ein Erlebnis in Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
Jeder Tag ist anders und einmalig, da sich die Teilnehmer*innen freiwillig Zeit für die NAKO nehmen und mehrere Stunden in unserem Studienzentrum verbringen. Am meisten beeindrucken mich diejenigen, die trotz großer Handicaps mit ihrer Teilnahme die NAKO Forschung unterstützen wollen.

Bild: privat.

Kurzvita

• Seit 2015 leitende Studienassistentin im NAKO SZ Düsseldorf
• 2013 MTA in einem akkreditiertem Prüflabor für medizinische Materialprüfung
• 2000 -2013 FOCUS Clinical Drug Development GmbH
Durchführung von klinischen Arzneimittelstudien Phase I- bis Phase-IV im Bereich Labor
• 1997 -2000 staatl. anerkannte Fachschule für technische Assistenten in der Medizin der Universität zu Köln, Ausbildungszweig Labor; Examen staatl. zugel. MTA
• 1992 – 1995 Städt. Abendgymnasium Neuss, Abschluss: Allgemeine Hochschulreife

Unsere Fragen an Oliver Kuß, Wissenschaftlicher Projektleiter im Studienzentrum Düsseldorf

Bild: privat.

Kurzvita

Seit 10/2013 Direktor des Instituts für Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Professor für Biometrie, Epidemiologie und Versorgungsforschung, Medizinische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

06/2010 Habilitation, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Venia legendi für „Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik“

03/2003 Promotion zum Dr. sc. hum., Medizinische Fakultät, Universität Heidelberg

1997-2013 Wissenschaftlicher Angestellter an den Universitätskliniken in Erlangen, Heidelberg und Halle (Saale)

03/1996 Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Fächer: Mathematik und Geographie), Universität Heidelberg

1. Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Nach dem Abitur habe ich Lehramt studiert, aber im Verlauf des Studiums gemerkt, wie spannend die Beschäftigung mit empirischen Daten ist, daher bin noch vor dem Referendariat in die Biometrie/Epidemiologie „abgebogen“ und seither dort geblieben.

2. Was haben Sie studiert?

Mathematik und Geographie

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen? Ich habe die Anfänge der NAKO bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Halle (Saale) gespannt mitverfolgt und durfte nach meinem Wechsel nach Düsseldorf die PI-Rolle im NAKO-SZ Düsseldorf übernehmen.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Als Wissenschaftler am Deutschen Diabetes-Zentrum interessieren mich natürlich v.a. die Aspekte der NAKO, die mit dem Diabetes zu tun haben. Mit den standardisierten Erhebungen zu Medikamenteneinnahme, inzidenten Ereignissen und Mortalität und dem Linkage von Sekundärdaten wird eine für die Diabetesforschung einzigartige pharmakoepidemiologische Kohorte in Deutschland entstehen.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

E-Bass-Spielen und das Düsseldorfer NAKO-Team für die nächste Performance beim NAKO-Fest vorbereiten.

Unsere Fragen an Nina Ebert, Studienzentrumsleiterin im Studienzentrum Düsseldorf

1.Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Als Kind wollte ich am liebsten Auslandskorrespondentin werden. Später habe ich mich mehr für Naturwissenschaften interessiert und daher Pharmazie studiert. Während des Studiums habe ich Forschung als spannende Disziplin erlebt. Ich wollte gerne Kontakt zu Menschen haben und habe zunächst in öffentlichen Apotheken gearbeitet. Nach einigen Jahren habe ich Public Health berufsbegleitend studiert, um mein Wissen über Volkskrankheiten zu vertiefen.

2. Was haben Sie studiert?

Pharmazie und Public Health

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Während des Public Health-Studiums hatte ich erste Kontakte in das DDZ geknüpft und habe 2015 die Arbeit in der NAKO aufgenommen.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

An der NAKO fasziniert mich generell, dass Daten aus sehr unterschiedlichen Bereichen und mit sehr anspruchsvollen Methoden gesammelt werden. Bioproben, Fragebogen/Interview- sowie Geräteuntersuchungsdaten können miteinander verknüpft ausgewertet werden. Mich persönlich interessieren besonders pharmakoepidemiologische Fragestellungen. Ein Alleinstellungsmerkmal der NAKO bei der Erfassung der Medikationsdaten ist, dass sowohl verschreibungspflichtige als auch OTC-Medikation erfasst werden.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, am liebsten im Schwimmbad. Außerdem lese und musiziere ich (manchmal auch „dienstlich“ mit dem NAKO-Team).

Bild: privat.

Kurzvita

  • seit 2015 Zentrumsleitung (zunächst kommissarisch) im NAKO-SZ Düsseldorf
  • 2012 Abschluss des Master-Studiengangs Public Health an der Heinriche Heine-Universität Düsseldorf
  • seit 2002 Angestellte in der öffentlichen Apotheke
  • 2001 Praktisches Jahr und anschließende Approbation
  • 1996-2000 Pharmaziestudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Unsere Fragen an Christine Töpfer, Leitung Teilnehmermanagement im Studienzentrum Regensburg

Bild: privat

Kurzvita

  • Seit 2012 Leiterin des Teilnehmermanagements und seit 2015 stellvertretende Leiterin des NAKO Studienzentrums Regensburg
  • 2010 – 2012 Datenmanagerin in der Abteilung für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg
  • 2007 – 2010 Datenmanagerin in der Hannover Clinical Trial Center GmbH
  • 2003 – 2007 Studium der Biowissenschaftlichen Dokumentation an der Fachhochschule Hannover
  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    Ich war eigentlich gar nicht direkt auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle und habe dann zufällig die Stellenausschreibung vom Regensburger NAKO Studienzentrum gesehen, welches einen Datenmanager für das Teilnehmermanagement suchte. Schon beim Lesen der Anzeige dachte ich mir: „Das ist genau das Richtige für mich, dort möchte ich arbeiten und mich einbringen!“ Angefangen habe ich 2012 als Datenmanagerin und konnte die vielen Vorbereitungen, die für solch eine große Studie notwendig sind, miterleben und aktiv mitgestalten. Nach kurzer Zeit durfte ich die Leitung des Teilnehmermanagements übernehmen und bin jetzt zusätzlich auch stellvertretende Studienzentrumsleiterin.
    Ich bin stolz und glücklich zugleich ein Teil der NAKO zu sein.
  1. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
    Die NAKO Gesundheitsstudie hat ein großes Ziel: eine gesündere Zukunft für uns alle. Dahinter stehe ich aus voller Überzeugung. Daher war es für mich selbstverständlich nicht nur durch meine tägliche Arbeit, sondern auch als Teilnehmerin die Studie zu unterstützen, als ich die Einladung dazu erhielt.
    In der NAKO werden viele Daten erhoben, mit der in Zukunft viele medizinische Fragestellungen beantwortet werden können. Mir persönlich gefällt die Bandbreite der Fragestellungen. Es geht nicht nur um bekannte Einflussgrößen wie Bewegung und Ernährung bei der Prävention von Erkrankungen, sondern eben auch um Bereiche, aus denen noch nicht so viele Zusammenhänge bekannt sind: Welchen Einfluss haben beispielsweise die Schlafmenge und die Schlafqualität, berufliche Belastungen und Stress oder auch die seelische Gesundheit oder das soziale Netzwerk auf die Gesundheit? Auch Zusammenhänge zwischen Musik und Gesundheit werden in der NAKO untersucht. Da ich selbst seit vielen Jahren aktiv in einem Symphonischen Blasorchester bin, sehe ich den Ergebnissen mit gespannter Vorfreude entgegen.
  1. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
    Meine tägliche Arbeit erfordert viel Organisationsgeschick. Im Studienzentrum geschehen viele Dinge gleichzeitig und müssen organisiert und koordiniert werden. Da ich auch erste Ansprechpartnerin bei technischen Problemen bin, muss ich sofort reagieren, wenn beispielsweise ein Gerät nicht funktioniert, egal woran ich sonst gerade arbeite.
    Die Arbeit in unserem Studienzentrum setzt auf jeden Fall auch Teamfähigkeit voraus. Wir sind ein kleines Team von ca. 15 Mitarbeitern und die Untersuchungseinheit, das Labor und das Teilnehmermanagement arbeiten sehr eng zusammen. Die gute Kommunikation sorgt für ein angenehmes und freundliches Arbeitsklima. Das ist mir sehr wichtig. Und dass das so bleibt, daran arbeiten wir täglich, denn das spüren auch unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  1. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
    Es sind 18 Studienzentren aus ganz Deutschland an der Studie beteiligt. Die große Herausforderung ist, dass jedes Zentrum gleich arbeitet. Die Prozesse sind standardisiert. Und trotz lokaler Unterschiede, die es zwischen den einzelnen Zentren gibt, ist es egal, ob ein Teilnehmer in Hamburg, Berlin, Hannover oder bei uns in Regensburg untersucht wird: die Untersuchungen, und vor allem wie diese durchgeführt werden, sind überall die gleichen.
  1. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
    Lacht! Einen typischen Tag gibt es nicht – jeder Tag ist anders. An manchen Tagen stehen eher planerische und organisatorische Tätigkeiten im Vordergrund, an anderen Tagen geht es eher um technische Fragestellungen und wenn Not am Mann ist, untersuche ich selbst Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  1. Ist Ihnen ein Erlebnis im Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
    Besonders schön sind immer Meilensteine, die wir als Team gemeinsam erreichen. Während der Erstuntersuchung haben wir jeden 1000. Studienteilnehmer gefeiert. Es war ein tolles Gefühl tatsächlich – nach mehr als 4 Jahren Arbeit – die 10.000 Studienteilnehmerin im Zentrum begrüßen zu können. Das war für unser gesamtes Team ein besonderer Moment. Bald können wir den 2000. Teilnehmer der Folgeuntersuchung begrüßen.
    Schön ist auch die durchweg positive Rückmeldung von vielen Studienteilnehmenden, dass sie sich bei uns wohl und gut aufgehoben fühlen. Das macht uns stolz und ist eine tolle Wertschätzung unserer täglichen Arbeit.

Unsere Fragen an Kathrin Wittig, Study Nurse im NAKO Studienzentrum Bremen

Bild: privat

Kurzvita

  • 4/2020 Arbeitsbeginn bei der NAKO Bremen
  • 6/2012 bis 4/2020 Schulassistenz beim Martinsclub e.V., Bremen
  • 2009-2011 Erziehungszeit und Minijob im RKK Bremen
  • 2000-2009 Studium in Dresden ab 2004 begleitend in Erziehungszeit
  • 1998-2000 Innere Medizin RKK Bremen
  • 1995-1998 Ausbildung zur Krankenschwester im RKK Bremen

Bild: privat

Bild: privat

  • Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    Eine Bekannte von mir arbeitet bei der NAKO als Studienärztin. Sie hatte mich schon 2015 angesprochen, ob das nicht eine Arbeit für mich wäre. Um eine bessere Vorstellung der Aufgaben zu gewinnen, habe ich einen Tag hospitiert. Mir hat schon damals die Arbeit gut gefallen, aber aus persönlichen Gründen musste ich mich dagegen entschieden. Einige Jahre später wurde vom Studienzentrum Bremen wieder eine Stelle ausgeschrieben. Diesmal sprach nichts dagegen und ich habe mich beworben. Seit April bin ich Study Nurse bei der NAKO Gesundheitsstudie.
  • Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
    Ich arbeite gerne strukturiert, das bringt das Arbeiten nach Standard mit sich. Da ich als Krankenschwester für und mit Menschen arbeite, ist meine Tätigkeit niemals eintönig. Auch sagt mir der medizinische Bereich zu. Bei der NAKO arbeite ich selbstständig und selbstverantwortlich und bin gleichzeitig Teil eines großen Teams.
    Hinzu kommt, dass ich selbst NAKO Teilnehmerin bin. Dadurch kenne ich beide Seiten: die Perspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die der Teilnehmenden, was ich sehr gut und spannend finde.
  • Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
    Im Umgang mit Teilnehmenden und Kolleginnen und Kollegen muss man, trotz zeitlicher Vorgaben, immer zugewandt, freundlich und ruhig bleiben. Außerdem muss man seine Konzentration über mehrere Stunden halten können. Darüber hinaus erfordert die Arbeit auch Flexibilität und Organisationfähigkeit: Menschen funktionieren nicht nach Plan! 😉
  • Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
    Ich kann das ja nur für die NAKO Bremen beurteilen. Hier fühle ich mich im Team sehr gut aufgenommen. In dieser Corona Zeit war der Anfang etwas anders als üblich – ich arbeite ja im Studienzentrum erst seit April dieses Jahres. Untersuchen kann man erst seit Juli wieder [von Mitte März bis Ende Juni fanden in den NAKO Studienzentren keine Untersuchungen statt, A. d. R.]. Da ich im Studienzentrum durch die außergewöhnlichen Umstände noch ziemlich neu bin, ergeben sich immer wieder Fragen, aber alle Kolleginnen und Kollegen stehen mir jederzeit zur Seite und unterstützen mich. Das ist toll!
  • Wie sieht ein typischer Tag aus?
    Ich bin ca. 15 min vor meinen Studienteilnehmer*innen im BIPS [Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, lokaler Träger des NAKO Studienzentrums in Bremen, A. d. R.]. Die Zeit reicht für eine kurze Besprechung. Nachdem ich meine Unterlagen sortiert und die für meine Untersuchungen vorgesehenen Räume überprüft habe, startet mein Arbeitstag..
  • Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
    Das wechselt gerade ständig. Am Anfang hatte ich am meisten Respekt vor den körperlichen Untersuchungen also Anthropometrie, Ruhe EKG und Vascular.
    Jetzt bin ich sicherer geworden und merke, dass sie auch Spaß machen. Ich mag die neurologische Untersuchung, bei denen Gedächtnis und Merkfähigkeit getestet werden. Das macht den Teilnehmenden meistens auch Spaß.
  • Ist Ihnen ein Erlebnis im Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
    Das Aufregendste und Ungewöhnlichste war bisher mein Arbeitsbeginn im Shutdown. Ich wusste ja nicht, ob ich den Job unter den Bedingungen wirklich anfangen konnte oder ob mir deshalb vielleicht doch noch abgesagt werden würde. Das war schon eine Zitterpartie und eine Zeit der Unsicherheit. Nach der Anstellung und wegen Corona kam die überbrückenden Tätigkeiten während der vorübergehenden Schließung des Studienzentrums: das war wirklich anders als ich mir als Study Nurse vorgestellt habe. Aber seit Juli ist das Studienzentrum auch für Teilnehmende wieder geöffnet. Und es ist gut, das wir jetzt wieder untersuchen können!
  • Was machen Sie, um sich von der Arbeit zu erholen.
    Alles, wobei ich keine Maske tragen muss! 😊 [Durch das verschärfte Hygienekonzept aufgrund der Pandemie tragen die in der NAKO tätigen Mitarbeiter*innen während der Arbeit obligatorisch einen Mund-Nasen-Schutz, A. d. R.]
    Ich habe einen Hund, der spazieren gehen möchte. Ich „buddle“ gerne im Garten und meine Kinder verlangen auch ihren Anteil.

Unsere Fragen an Diana Heinemeyer, NAKO Quality Officer & Datenschutzkoordinatorin

Bild: privat

Kurzvita

• Qualitätsmanagerin bei der NAKO Gesundheitsstudie
• Fachwirtin für Gesundheit und Soziales
• Medizinische Fachangestellte

1. Wie sind sie zur NAKO gekommen?
Nach meiner Weiterbildung zur Fachwirtin für Gesundheit und Soziales bot die Stelle als Quality Officer bei der NAKO Gesundheitsstudie die Möglichkeit an, im Gesundheitswesen und gleichzeitig im Bereich Qualitätsmanagement tätig zu sein, was immer mein Wunsch war.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Die NAKO ist ein komplexes, dynamisches Projekt, daher erlebe ich die Arbeit als spannende, niemals gleiche Aufgabe.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Man benötigt einerseits eine große Affinität zum Organisieren, andererseits muss man auch flexibel sein. Eine Arbeit „nach Schema F“ funktioniert nicht.
4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Es warten fast täglich neue interessante Herausforderungen.

5. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Der Neuropsychologische Test und das Herz-Echo.

Unsere Fragen an Brigitte Twigg

Teamleitung im Studienzentrum Münster (Bild: UKM)

Kurzvita

  • Fachkrankenschwester für Psychiatrie
  • Krankenschwester
  • Medizinische Dokumentationsassistentin
  • Ergotherapeutin

1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
Angefangen habe ich November 2009 als Study Nurse bei der BiDirect Studie am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster. Das Institut steht unter der Leitung von Professor Klaus Berger, der auch der wissenschaftliche Projektleiter der NAKO Gesundheitsstudie für den Standort Münster ist.
Im Jahr 2011 begann die Präphase der NAKO Gesundheitsstudie. In dieser Phase mussten z. B. die Geräte getestet werden, die dann in allen 18 Studienzentren unter einheitlichen Vorgaben zum Einsatz kommen sollten. Wir haben u. a. EKG-Geräte von unterschiedlichen Herstellern getestet.
Aus den vorübergehend zur Verfügung gestellten Räumen im Institut zog die NAKO später in die eigenen Räumlichkeiten am Pottkamp 17 a. Durch meine Vielseitigkeit und Flexibilität konnte ich bei Personalengpässen aushelfen. So vollzog sich 2015 mein endgültiger Wechsel vom Institut zur NAKO Gesundheitsstudie.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Die NAKO ist einfach ein spannendes Projekt. Ich bin überzeugt davon, dass Krankheiten von vielen Seiten beleuchtet werden sollen, um neue Ansätze für Prävention oder Therapie zu finden. Nicht nur beruflich, sondern auch in meinem direkten Umfeld werde ich stets mit ernsten Krankheiten konfrontiert, sodass ich die große Hoffnung eines Paradigma-Wechsels habe.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Da an jedem Tag unterschiedliche Teilnehmer*innen zu uns kommen, erfordert die Arbeit ein großes Maß an Flexibilität, Empathie und jede Menge guter Laune. Kommunikationstalent ist auch wichtig und, last but not least, natürlich ein breites medinisches Fachwissen.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Die unglaubliche Größe der Studie.

5. Wie sieht ein typischer Tag aus?
Den typischen Tag gibt es bei uns im Studienzentrum Münster nicht. 😊

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die Abdominal-Ultraschall-Untersuchung [Ultraschalluntersuchung des Bauches Anm. d. R.] mache ich gern, aber auch die neuropsychologische Testung und das Interview.

7. Ist Ihnen ein Erlebnis im Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
Von den vielen täglichen Eindrücken und Situationen ist mir eine besonders in Erinnerung geblieben. Als Teilnehmer kam eines Tages in die NAKO ein Herr mit einer Sehkraft von nur 5%. Trotz seiner Einschränkung hatte er den Bus benutzt und im Studienzentrum, soweit wie möglich, fleißig an allen Untersuchungen teilgenommen. Das hat mir imponiert. Baff war ich aber, als er uns mitteilte, dass er sich geehrt fühlte, weil er als Teilnehmer für diese besondere Studie ausgewählt worden war. Eine beeindruckende Person!

Unsere Frage an Dr. rer. nat. Achim Reineke

1.       Was haben Sie studiert?

Ich habe Informatik an der Universität in Bremen studiert.

2.       Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich leite am Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Fachgruppe, die sich unter anderem mit der Entwicklung von Tools für die Durchführung von Studien beschäftigt.  Zusammen mit meinen Kolleg*innen unterstütze ich die Studie von Beginn an.

3.       Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Einerseits sind es die Inhalte und Ziele der Studie selbst. Mit der NAKO schaffen wir eine wertvolle  Grundlage für die Beantwortung von vielen (auch zukünftigen) Fragen zu Volkskrankheiten und der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung. Andererseits ist diese Studie, wegen ihrer Größe und Komplexität, ein interessantes Betätigungsfeld. Wir konnten schon viele zusätzliche Erfahrungen sammeln und diese in unsere Arbeit einfließen lassen. Die vielen verschieden Blickwinkel und Perspektiven der Kolleg*innen aus den einzelnen Studienzentren und die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse erfordern es, die eigene Arbeit zu hinterfragen, anzupassen und damit zu verbessern. Das ist eine große Herausforderung, aber damit wird es nie langweilig.

4.       Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Ich verbringe gerne Zeit mit der Familie, treibe Sport (Faustball und Joggen), arbeite im Garten oder repariere etwas am Haus.

Fachgruppenleiter IT Datenmanagement und med. Dokumentation

Kurzvita

  • 2013 Promotion, Dr. rer. nat.
  • Seit 1992 Leiter der Fachgruppe IT, Datenmanagement und Medizinische Dokumentation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie
  • 1992 Diplom in Informatik an der Universität Bremen

Unsere Fragen an PD Dr. Christopher L. Schlett

NAKO MR Imaging Core
Leitender Oberarzt und stellv. Ärztlicher Direktor, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Freiburg
Leiter der Radiologie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen

1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Mich haben schon früh die naturwissenschaftlichen Fächer interessiert, konnte mir aber nicht vorstellen einem Beruf zu folgen, ganz ohne Kontakt zu Menschen zu haben.

2. Was haben Sie studiert?

Ich habe zunächst Humanmedizin in Deutschland mit Studienaufenthalten in der Schweiz, USA und England studiert und in den USA an der Framingham Heart Study [Framingham Heart Study ist die längste Kohortenstudie] zu populationsbasierter Bildgebung promoviert. Begeistert von der Epidemiologie und Population Imaging habe ich einen Masterstudiengang in Public Health mit Schwerpunkt in Clinical Effectiveness an der Harvard School of Public Health absolviert und eine Facharztausbildung Radiologie abgeschlossen.

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Nach meiner Rückkehr aus den USA und meinen Vorarbeiten in der Framingham Heart Study bin ich angesprochen worden, um an der deutschen bevölkerungsbasierten Studie mitzuwirken. So haben wir in Mannheim/Heidelberg auch ein MRT-Site der NAKO etabliert.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Die Multidisziplinität sowie der ganzheitliche Aspekt finde ich spannend! Es geht nicht nur um die Erforschung einzelner, seltener Erkrankungen, sondern die großen Volkserkrankungen Deutschlands. So ist auch unser MRT-Programm aufgebaut mit einer Ganzkörper-Bildgebung um das Zusammenspiel der unterschiedlichen Organe besser zur verstehen.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Die Freizeit verbringe ich gerne mit Frau und Kind. Von dem Leben an der Ostküste der USA ist die Begeisterung für den Segelsport hängen geblieben.

Vita:

  • Leitender Oberarzt und stellv. Ärztlicher Direkter der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Freiburg sowie Leiter der Radiologie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen
  • Oberarzt an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Heidelberg
  • Leiter der Arbeitsgruppe Herzbildgebung an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Heidelberg
  • Instructor in Radiology, Harvard Medical School, Boston, USA
  • Cardiac MR PET CT Program des Massachusetts General Hospital/Harvard Medical School, Boston, USA sowie in CoreLab für CT Imaging der Framingham Heart Study, Framingham, USA

Unsere Fragen an Dr. Nilüfer Sonuc

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    2014 bin ich  gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte, Teil eines neuen, bundesweiten Forschungsvorhabens namens NAKO Gesundheitsstudie zu sein. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit 2 Jahren am „Zentrum für klinische Studien Essen“ als Projektmanagerin in klinischen Studien tätig und hatte auch schon von der NAKO gehört. Die Chance, an dieser für Deutschland einmaligen Langzeitstudie mitzuwirken, wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe kurzer Hand zugesagt. Zunächst war es für mich eine Umstellung. Epidemiologische Studien sind bevölkerungsbasiert, das heißt, ich habe nicht mehr, wie in klinischen Studien, mit Patienten und ärztlichem Personal, sondern mit Erwachsenen zwischen 20 und 69 Jahren aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten täglich zu tun. Doch genau dies war es auch, was mich gereizt hat. Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen Menschen Kontakt aufzunehmen und diese für eine gute Sache zu begeistern.
  2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
    Mein Aufgabenbereich in der NAKO war und ist das Teilnehmermanagement, das ich zuerst aufgebaut habe und seit [2014] leite. Zusammen mit meinem Team sollten wir 10.000, aus dem Melderegister per Zufallsprinzip ausgewählte Frauen und Männer aus der Essener Bevölkerung für dieses Projekt gewinnen. Dieses Ziel haben wir 2019 erreicht. Dafür möchte ich noch einmal meinem Team und den freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern meinen Dank aussprechen, ohne die es nicht möglich gewesen wäre.
  3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
    In meinem Bereich ist Kommunikation natürlich das A und O. Wir haben tagtäglich die Aufgabe, Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Telefon zu informieren und ihre Fragen zu beantworten. Doch nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern auch die Kommunikation untereinander ist wichtig. Dies zu gewährleisten fällt in meinen Bereich. Neue Arbeitsanweisungen zu verfassen und umzusetzen, Arbeitspläne aufzustellen, Schulungen zu leiten und die Mitarbeiter immer auf den aktuellen Stand zu bringen, erfordert Organisation und Geduld. Fachkompetenz darf dabei auch nicht fehlen. Alle diese Eigenschaften zusammen zeichnet meine Arbeit aus.
  4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
    Ich bin Wissenschaftlerin geworden, weil ich verstehen möchte, wie Zellen funktionierten und was den Körper krank macht. Die NAKO versucht genau darauf Antworten zu finden. Denn mit den Ergebnissen dieser Studie können wir in ein paar Jahren verstehen, warum wir bestimmte Krankheiten bekommen und diese vielleicht sogar durch präventive Maßnahmen verhindern. Genau das macht die NAKO so besonders.

Kurzvita

  • Seit 2014 Leitung Teilnehmermanagement der NAKO im Studienzentrum Essen
  • Seit 2012Projektmanagement klinische Studien am Zentrum für klinische Studien Essen
  • 2009 Promotion an der Maximilians-Universität München
  • 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Detroit (USA)
  • 2001 Studium der Biologie an der Universität Bremen

Unsere Fragen an Dr. Ramona Sowade

1.Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Die NAKO Gesundheitsstudie hat mich in mehrfacher Hinsicht angesprochen. In meiner Zeit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hatte ich bereits Berührungspunkte mit dieser Studie und fand das Projekt sehr interessant. Als dann die Stellenausschreibung „Wissenschaftliche/r Projektmanager/in NAKO“ des Uniklinikums Heidelberg erschien, habe ich meine Chance ergriffen und mich beworben.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Zum einen hat mich das Projekt aus wissenschaftlicher Sicht angesprochen: In der NAKO wird ein sehr wertvoller Datenschatz erhoben. Dieser wird die Grundlage für eine Vielzahl von relevanten wissenschaftlichen Projekten zu unterschiedlichen Themen bilden, z. B. „wie man große Volkskrankheiten besser verstehen kann“ und „man die Entwicklung von neuen Analyseverfahren vorantreibt“.

Zum anderen ist es auch persönlich reizvoll, an einem so umfangreichen wissenschaftlichen Vorhaben mitzuwirken, da man viele interessante Einblicke in die komplexen Strukturen erhält und sich persönlich weiterentwickeln kann. Außerdem ist man durch die übergeordnete Arbeit im Projektmanagement nicht nur in ein Projekt involviert, sondern erhält umfangreichere Einblicke in unterschiedliche Forschungsthemen.

3.Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Da ich sehr unterschiedliche Aufgaben und Prozesse begleite, sind Organisations- und Kommunikationstalent gefragt. Darüber hinaus muss man aber auch inhaltlich gut in das System und die Prozessabläufe eingearbeitet sein.

4.Wie sieht ein typischer Tag aus?
Der Tag als Wissenschaftliche Projektmanagerin, Schwerpunkt Magnetresonanztomographie (MRT) ist anspruchsvoll und abwechslungsreich: neben einem großen Anteil von Kommunikationsarbeit, verbringe ich viel Zeit thematisch mit der Koordination von Qualitätssicherungsprozessen zur Erfassung von Zufallsergebnissen, mit der Unterstützung bei technischen Problemen, mit der Planung und Durchführung von Schulungen der Radiologen, mit der Datenbereinigung und vieles mehr.

5.Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die MRT-Untersuchung natürlich. 😊

Kurzvita Dr. Ramona Sowade

  • Seit 02/2019: Wissenschaftliche Projektmanagerin im NAKO MRT Imaging Core Zentrum für Zufallsergebnisse Heidelberg
  • 01/2017 – 12/2018: Persönliche Referentin des Wissenschaftlichen Vorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
  • 12/2012 – 12/2016: Promotion in Biologie am DKFZ
  • 2010 – 2012: Masterstudium in „Neurosciences“ an der Universität Bonn
  • 2007 – 2010: Bachelorstudium in „Biowissenschaften“ an der Universität Münster

Unsere Fragen an Anke Macdonald

Foto von Anke MAcdonald (Quelle: NAKO)

1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
2013 wollte ich mich beruflich verändern und habe nach einer Tätigkeit in einem medizinischen Umfeld gesucht, da mich medizinische Themen schon immer interessiert haben. Als sich das Stellenangebot der NAKO ergab, habe ich gerne zugesagt.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Die Aussicht, in einer großen Gesundheitsstudie eine sinnerfüllte Tätigkeit zu übernehmen, hat mich sehr angesprochen.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Die Arbeit für die NAKO erfordert ein hohes Maß an Flexibilität. Es ist definitiv kein Job „von der Stange“, denn man muss immer ein bisschen über den Tellerrand hinausdenken. Und das ist genau das Spannende an dieser Tätigkeit.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Die NAKO hat durch ihre schiere Größe schon ein unglaubliches Potenzial, interessante und medizinische relevante Erkenntnisse zur Volksgesundheit hervorzubringen. Das ist einmalig in Deutschland.

5. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
Ich bin dort nicht tätig.

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die Handgreifkraft.

Aquarell von Anke MAcdonald (Quelle: privat)

Anke Macdonalds Lebenslauf

• seit 2016: Sachbearbeiterin in der Transferstelle
• 2013 – 2016: Sekretärin des administrativen Vorstands
• 2012 – 2013: Fortbildung und IHK-Abschluss als Bürokauffrau
• 1994 – 2012: Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin
• 1989 – 1994: Studium der Übersetzungswissenschaften, Abschluss als Diplom-Übersetzerin mit Ergänzungsfach Medizin

Unsere Fragen an Thomas Hörandel

Foto von Thomas Hörandel (Quelle: privat)

1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
Nach 20 Jahren Verpackungsindustrie und nach meiner Elternzeit hatte ich das Bedürfnis, mich zugunsten nachhaltiger Projekte beruflich engagieren zu wollen. Auf der Suche nach dem passenden, neuen Tätigkeitsfeld bin ich auf die Stellenausschreibung der NAKO Gesundheitsstudie gestoßen.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
– Gesellschaftliche Relevanz
– Größe der Organisation
– Die sehr heterogene Struktur, die eine besondere Herausforderung für einen Qualitätsmanager darstellt.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Analytisches Denkvermögen, Organisatorisches Talent und Kommunikationsfähigkeiten

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Die multizentrische Struktur des Forschungsprojekts und die damit verbundenen spannenden Fragestellungen.

5. Wie sieht ein typischer Tag aus?
Viel telefonieren, Prozesse betrachten, analysieren, anpassen und bei Bedarf neu planen.

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
3D Herzecho, Ich mag einfach Bilder

7. Ist Ihnen ein Erlebnis im Gedächtnis geblieben, seitdem Sie bei der NAKO tätig sind?
In der NAKO Gesundheitsstudie begeistern mich die Bereitschaft und die Flexibilität der Kolleginnen und Kollegen, was sich täglich zeigt.

8. Was machen Sie, um sich von der Arbeit zu erholen
Ich bin in meiner Freizeit Obstbaumpfleger und engagiere mich ehrenamtlich für den Erhalt von Streuobstwiesen. Darüber hinaus verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie, vorzugweise in der Natur.

Foto von Thomas Hörandel (Quelle: privat)

Thomas Hörandels Lebenslauf

  • Seit 2019  Quality & Risk Officer in der Geschäftsstelle der NAKO Gesundheitsstudie
  • Einkaufsleiter Schäfer Flexible Verpackung (Verpackungsindustrie)
  • Qualitätsmanager Roche
  • Anwendungstechniker und IT-Leiter – Schulz FlexGroupe (Verpackungsindustrie)
  • Produktionsleitung – Leiter Qualitätskontrolle – Klocke Verpackungs-GmbH
  • Chemielaborant – Ausbildung Medizinische Hochschule Hannover

Unsere Fragen an Manuela Stendal

Foto von Dr. Stefan Rach (Quelle: privat)

1.    Wie sind sie zur NAKO gekommen?
Ich gehöre im Prinzip zu den allersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NAKO Gesundheitsstudie. Im Jahr 2009/2010 erhielt ich Informationen über eine geplante, deutschlandweite Studie. Zu diesem Zeitpunkt habe ich an der Charité in der klinischen Forschung als Studienassistentin bzw. Studienkoordinatorin gearbeitet. Ich war – also – bereits für die Wissenschaft tätig und mein größter beruflicher Wunsch war es, künftig weiterhin im Forschungsbereich arbeiten sein zu können. Die in Aussicht gestellte Möglichkeit der NAKO, an so einem umfangreichen Projekt mitarbeiten und am Aufbau eines Studienzentrums beteiligt sein zu können, hat mich zusätzlich begeistert und motiviert. Und so habe ich mich für das NAKO Studienzentrum Berlin Nord beworben.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Ganz ehrlich: Als ich angefangen habe, gab es noch nicht das, was wir heute unter NAKO Gesundheitsstudie verstehen. Ich war die allererste Studienassistentin im Studienzentrum Berlin Nord. Es war eine spannende Zeit, wir haben die ersten Pretests durchgeführt. Aber selbst in dieser Anfangszeit stand schon fest, dass die NAKO Gesundheitsstudie ein besonderes Forschungsprojekt sein würde. Vor allem die Aussicht, mit meiner Arbeit etwas für die Gesundheit der Bevölkerung beizutragen, war für meinen Entschluss ausschlaggebend. Dazu stehe ich heute weiterhin.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Für meine tägliche Arbeit sind ein fundiertes Fachwissen, der medizinische Hintergrund und Erfahrung im Studienbereich das A und O. Aber das Wissen allein ist nur „die halbe Miete“ [lächelt], Organisationstalent, Flexibilität, Teamgeist und eine tägliche Portion guter Laune gehören ebenfalls dazu.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Für mich: extrem viel! Was mir, zum Beispiel, sehr gut gefällt, ist die gute Vernetzung und der kompetente fachliche Austausch innerhalb des NAKO Netzwerkes.

In jedem Studienzentrum arbeitet man im Team, aber alle Studienzentren zusammen sind zugleich Teil eines größeren Teams, wir sind Teil des Forschungsnetzwerkes namens NAKO Gesundheitsstudie.

5. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
Mein typischer Tag … [Schmunzeln!] Mein Tag startet in der Regel recht früh, meist trifft man mich bereits 6:30 Uhr im Büro an – ich mag diese Morgenstunden. Da kann ich erste anfallende Aufgaben erledigen. Ansonsten gibt es für mich eigentlich keinen typischen Tag, jeder Tag bringt Neues und verläuft meist anders als erwartet. Da sind Flexibilität und Geschick gefragt.

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Ich habe keine wirkliche Lieblingsuntersuchung. Es gibt aber schon einige die ich besonders gern durchführe, wie der Herzultraschall oder die Augenuntersuchung mittels Fundus-Kamera.

7. Ist Ihnen ein Erlebnis in Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
In der NAKO arbeiten wir mit Menschen für Menschen, so bringt jeder Tag viele Eindrücke und Momente mit sich, die einen sehr berühren. Aber was mich sehr geprägt hat, war die Pionierzeit, als aus der Planung eine für Deutschland einmalige Studie entstanden ist: Eine multizentrische bundesweite Gesundheitsstudie, für die nach denselben Maßstäben, mit denselben Zielen und Verfahren in 18 Studienzentren „unisono“ gearbeitet wird. Ich bin froh und stolz dazu zu gehören.

Foto von Dr. Stefan Rach (Quelle: privat)

Manuela Stendals Lebenslauf

  • Studienzentrumskoordination und leitende Studienassistentin, QS Beauftragte und Trainerin am Zentrum
  • seit 2010 bis heute für die NAKO tätig,
    zuerst an den NAKO Pretests bei der Charité beteiligt, anschließend seit Mai 2011 direkt am MDC am Studienzentrum Berlin-Nord tätig und am Aufbau des Studienzentrums Berlin Nord am MDC mitbeteiligt
  • Studienassistentin klinischen Forschung am KKS Charité und ECRC, Charité Berlin Buch
  • examinierte Krankenschwester, Weiterbildung zur PDL, zertifizierte Studienassistentin
  • verheiratet und Mutter von 3 Söhnen, sportbegeistert

Unsere Fragen an Dr. Stefan Rach

Foto von Dr. Stefan Rach (Quelle: privat)
  1. Was haben Sie studiert?
    „Ich habe Psychologie mit dem Schwerpunkt Kognitionspsychologie studiert.“
  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    „Ich habe mich am Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie beworben, das zu diesem Zeitpunkt bereits an der NAKO beteiligt war. Dort leite ich eine Fachgruppe, der alle Untersucher*innen und Studiensekretär*innen des Instituts angehören, also auch die in der NAKO beschäftigten Mitarbeiter*innen. Da sich meine Forschung mit der Frage befasst, ob und warum Menschen an wissenschaftlichen Studien teilnehmen, ist die NAKO für mich natürlich auch ein interessantes Forschungsfeld.“
  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?
    „Mich interessieren offen gesagt weniger die Forschungsdaten, die die NAKO TeilnehmerInnen bei ihrem Besuch im Studienzentrum offenbaren, sondern das was davor passiert. Ich möchte wissen, warum manche Bevölkerungsgruppen eher an wissenschaftlichen Studien teilnehmen als andere und was man tun kann, um auch diese Menschen zu gewinnen. Welchen Einfluss haben beispielsweise Erinnerungsbriefe oder Anrufe? Nervt das die Menschen und erzeugt Ablehnung? oder lassen sich Menschen dadurch tatsächlich zu einer Teilnahme bewegen oder Wie muss ein Einladungsschreiben gestaltet sein, damit sich ganz unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Lebenswelten dadurch gleichermaßen angesprochen fühlen?“
  1. Warum ist Ihre Forschung wichtig?
    „Für viele wissenschaftliche Fragestellungen ist es wichtig, dass die Zusammensetzung der Studienpopulation [a. d. R. hier = die Gruppe von Menschen, die an einer Studie teilgenommen hat] ungefähr der Zusammensetzung unserer Bevölkerung entspricht, damit auf Basis der Studienergebnisse allgemeingültige Aussagen getroffen werden können. Es ist daher wichtig zu erforschen, welche Gesellschaftsgruppen zurückhaltender bei der Studienteilnahme sind und wie wir das vielleicht ändern könnten.  Des Weiteren beobachten wir in der Forschung seit vielen Jahren, dass in der Bevölkerung generell die Bereitschaft sinkt, an wissenschaftlichen Studien und Befragungen teilzunehmen. Wenn wir verstehen woran das liegt, könnte man zukünftige Studien so gestalten, dass sie wieder auf mehr Beteiligungswillen in der Bevölkerung stoßen.“

Dr. Rachs Lebenslauf

  • Seit 2018: Sprecher der NAKO Expertengruppe „Rekrutierung, Responseanalysen und -me-thoden“ und Stellvertretende Leitung des NAKO Studienzentrums Bremen
  • Seit 2014: Fachgruppenleiter im Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen
  • 2010 Promotion in Psychologie
  • 2006-2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg
  • 2004 – 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Jacobs University Bremen
  • 2004 Diplom in Psychologie

Unsere Fragen an Sabine Gerber

1. Wie sind sie zur NAKO gekommen?
„Ich wollte mich beruflich verändern, ohne die Medizin außer Acht zu lassen.“

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
„Mütterlicherseits sind alle Familienmitglieder an irgendeiner Form des Krebses verstorben. Daher ist es mir ein Anliegen, persönlich einen Beitrag dazu zu leisten, neue Ansätze zur Prävention und Behandlung dieser Krankheit zu finden.
Das Besondere an der NAKO, die Zusammenarbeit und der Austausch mit Kolleginnen in unterschiedlichen Studienzentren deutschlandweit, hat mich darin bestärkt, bei diesem einzigartigen Projekt mitarbeiten zu wollen.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
„Eine wichtige Voraussetzung sind die Fachkenntnisse. Ich bin ausgebildete medizinische Fachangestellte und habe jahrelang in einer großen kardiologisch/angiologischen Praxis in Mannheim gearbeitet, wo ich auch viel Erfahrung im Umgang mit Menschen gesammelt habe. Meiner Ansicht nach braucht eine Untersucherin, neben Fachwissen und Erfahrung, auch die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen empathisch umgehen zu können.
Darüber hinaus ist speziell in meiner Position als Qualitätsbeauftragte Organisationstalent gefragt und, da kein Tag wie der andere ist, auch Flexibilität.“

4. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
„Einen typischen Tag im Studienzentrum – den gibt es eigentlich nicht.
Morgens bin ich meistens die erste im Studienzentrum in Mannheim und treffe notwendige organisatorische Voraussetzungen für den Untersuchungstag. Als Teamleitung teile ich die Kolleginnen und Kollegen für die verschiedenen Untersuchungen ein. Nach einem Blitzmeeting sind wir dann alle bereit, die Teilnehmer zu empfangen. Im Studienzentrum bin ich zusammen mit einer weiteren Kollegin die „Dienstälteste“, daher häufig auch die Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Anliegen von Kollegen und von Teilnehmenden. Meine Arbeit ist sehr anspruchsvoll und verantwortungsvoll. Sie gefällt mir vor allem, weil kein Tag dem anderen gleicht.“

5. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
„Ganz einfach: die Spirometrie-Untersuchung und der Herzultraschall. Ich „komme“ aus einer kardiologisch/angiologischen Praxis und weiß, wie anspruchsvoll beide Untersuchungen sind.
Bei der Spirometrie kommt es außerdem darauf an, die Teilnehmer richtig zu motivieren.“

6. Ist Ihnen ein Erlebnis in Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
„In der Basisuntersuchung kam ein junger Mann um die 30 als Teilnehmer. Im Gespräch hat sich herausgestellt, dass dieser Teilnehmer multiple Krebserkrankungen und einen ziemlich schweren Verlauf einer Multiplen Sklerose hatte. Dabei war er stets sehr fröhlich, aufgeschlossen und freundlich. Es hat mich sehr beeindruckt, dass ein junger Mensch so schwer krank sein konnte und sich dennoch die Zeit nimmt, zugunsten zukünftiger Generationen bei unserer Studie mitzumachen.“

Sabine Gerbers Lebenslauf

  • – Teamleitung im NAKO Studienzentrum Mannheim
    – MFA in einer großen kardiologisch/angiologischen Praxis in Mannheim
    – MFA in einer kardiologischen Praxis in Speyer
    – Trainerin B-Lizenz auf selbständiger Basis
    – Verheiratet und Mutter von 2 Kindern

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