Wir sind NAKO

„Wer arbeitet bei der NAKO Gesundheitsstudie?“, „Wer sind die NAKO Forscherinnen und Forscher?“, „Was macht eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler aus?“…
Diese und ähnliche Fragen werden in der Rubrik „Wir sind NAKO“ beantwortet und gewähren einen Einblick hinter die Kulissen der NAKO Gesundheitsstudie. Nacheinander stellen sich NAKO Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie NAKO Forscherinnen und Forscher vor.

Unsere Fragen an Diana Heinemeyer, NAKO Quality Officer & Datenschutzkoordinatorin

Bild: privat

Kurzvita

• Qualitätsmanagerin bei der NAKO Gesundheitsstudie
• Fachwirtin für Gesundheit und Soziales
• Medizinische Fachangestellte

1. Wie sind sie zur NAKO gekommen?
Nach meiner Weiterbildung zur Fachwirtin für Gesundheit und Soziales bot die Stelle als Quality Officer bei der NAKO Gesundheitsstudie die Möglichkeit an, im Gesundheitswesen und gleichzeitig im Bereich Qualitätsmanagement tätig zu sein, was immer mein Wunsch war.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Die NAKO ist ein komplexes, dynamisches Projekt, daher erlebe ich die Arbeit als spannende, niemals gleiche Aufgabe.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Man benötigt einerseits eine große Affinität zum Organisieren, andererseits muss man auch flexibel sein. Eine Arbeit „nach Schema F“ funktioniert nicht.
4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Es warten fast täglich neue interessante Herausforderungen.

5. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Der Neuropsychologische Test und das Herz-Echo.

Unsere Fragen an Brigitte Twigg

Teamleitung im Studienzentrum Münster (Bild: UKM)

Kurzvita

  • Fachkrankenschwester für Psychiatrie
  • Krankenschwester
  • Medizinische Dokumentationsassistentin
  • Ergotherapeutin

1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
Angefangen habe ich November 2009 als Study Nurse bei der BiDirect Studie am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster. Das Institut steht unter der Leitung von Professor Klaus Berger, der auch der wissenschaftliche Projektleiter der NAKO Gesundheitsstudie für den Standort Münster ist.
Im Jahr 2011 begann die Präphase der NAKO Gesundheitsstudie. In dieser Phase mussten z. B. die Geräte getestet werden, die dann in allen 18 Studienzentren unter einheitlichen Vorgaben zum Einsatz kommen sollten. Wir haben u. a. EKG-Geräte von unterschiedlichen Herstellern getestet.
Aus den vorübergehend zur Verfügung gestellten Räumen im Institut zog die NAKO später in die eigenen Räumlichkeiten am Pottkamp 17 a. Durch meine Vielseitigkeit und Flexibilität konnte ich bei Personalengpässen aushelfen. So vollzog sich 2015 mein endgültiger Wechsel vom Institut zur NAKO Gesundheitsstudie.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Die NAKO ist einfach ein spannendes Projekt. Ich bin überzeugt davon, dass Krankheiten von vielen Seiten beleuchtet werden sollen, um neue Ansätze für Prävention oder Therapie zu finden. Nicht nur beruflich, sondern auch in meinem direkten Umfeld werde ich stets mit ernsten Krankheiten konfrontiert, sodass ich die große Hoffnung eines Paradigma-Wechsels habe.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Da an jedem Tag unterschiedliche Teilnehmer*innen zu uns kommen, erfordert die Arbeit ein großes Maß an Flexibilität, Empathie und jede Menge guter Laune. Kommunikationstalent ist auch wichtig und, last but not least, natürlich ein breites medinisches Fachwissen.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Die unglaubliche Größe der Studie.

5. Wie sieht ein typischer Tag aus?
Den typischen Tag gibt es bei uns im Studienzentrum Münster nicht. 😊

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die Abdominal-Ultraschall-Untersuchung [Ultraschalluntersuchung des Bauches Anm. d. R.] mache ich gern, aber auch die neuropsychologische Testung und das Interview.

7. Ist Ihnen ein Erlebnis im Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
Von den vielen täglichen Eindrücken und Situationen ist mir eine besonders in Erinnerung geblieben. Als Teilnehmer kam eines Tages in die NAKO ein Herr mit einer Sehkraft von nur 5%. Trotz seiner Einschränkung hatte er den Bus benutzt und im Studienzentrum, soweit wie möglich, fleißig an allen Untersuchungen teilgenommen. Das hat mir imponiert. Baff war ich aber, als er uns mitteilte, dass er sich geehrt fühlte, weil er als Teilnehmer für diese besondere Studie ausgewählt worden war. Eine beeindruckende Person!

Unsere Frage an Dr. rer. nat. Achim Reineke

1.       Was haben Sie studiert?

Ich habe Informatik an der Universität in Bremen studiert.

2.       Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Ich leite am Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Fachgruppe, die sich unter anderem mit der Entwicklung von Tools für die Durchführung von Studien beschäftigt.  Zusammen mit meinen Kolleg*innen unterstütze ich die Studie von Beginn an.

3.       Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Einerseits sind es die Inhalte und Ziele der Studie selbst. Mit der NAKO schaffen wir eine wertvolle  Grundlage für die Beantwortung von vielen (auch zukünftigen) Fragen zu Volkskrankheiten und der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung. Andererseits ist diese Studie, wegen ihrer Größe und Komplexität, ein interessantes Betätigungsfeld. Wir konnten schon viele zusätzliche Erfahrungen sammeln und diese in unsere Arbeit einfließen lassen. Die vielen verschieden Blickwinkel und Perspektiven der Kolleg*innen aus den einzelnen Studienzentren und die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse erfordern es, die eigene Arbeit zu hinterfragen, anzupassen und damit zu verbessern. Das ist eine große Herausforderung, aber damit wird es nie langweilig.

4.       Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Ich verbringe gerne Zeit mit der Familie, treibe Sport (Faustball und Joggen), arbeite im Garten oder repariere etwas am Haus.

Fachgruppenleiter IT Datenmanagement und med. Dokumentation

Kurzvita

  • 2013 Promotion, Dr. rer. nat.
  • Seit 1992 Leiter der Fachgruppe IT, Datenmanagement und Medizinische Dokumentation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie
  • 1992 Diplom in Informatik an der Universität Bremen

Unsere Fragen an PD Dr. Christopher L. Schlett

NAKO MR Imaging Core
Leitender Oberarzt und stellv. Ärztlicher Direktor, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Freiburg
Leiter der Radiologie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen

1. Was wollten Sie als Kind werden? Wissenschaftler? Was war Ihr Antrieb, sich der Wissenschaft zu widmen?

Mich haben schon früh die naturwissenschaftlichen Fächer interessiert, konnte mir aber nicht vorstellen einem Beruf zu folgen, ganz ohne Kontakt zu Menschen zu haben.

2. Was haben Sie studiert?

Ich habe zunächst Humanmedizin in Deutschland mit Studienaufenthalten in der Schweiz, USA und England studiert und in den USA an der Framingham Heart Study [Framingham Heart Study ist die längste Kohortenstudie] zu populationsbasierter Bildgebung promoviert. Begeistert von der Epidemiologie und Population Imaging habe ich einen Masterstudiengang in Public Health mit Schwerpunkt in Clinical Effectiveness an der Harvard School of Public Health absolviert und eine Facharztausbildung Radiologie abgeschlossen.

3. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Nach meiner Rückkehr aus den USA und meinen Vorarbeiten in der Framingham Heart Study bin ich angesprochen worden, um an der deutschen bevölkerungsbasierten Studie mitzuwirken. So haben wir in Mannheim/Heidelberg auch ein MRT-Site der NAKO etabliert.

4. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?

Die Multidisziplinität sowie der ganzheitliche Aspekt finde ich spannend! Es geht nicht nur um die Erforschung einzelner, seltener Erkrankungen, sondern die großen Volkserkrankungen Deutschlands. So ist auch unser MRT-Programm aufgebaut mit einer Ganzkörper-Bildgebung um das Zusammenspiel der unterschiedlichen Organe besser zur verstehen.

5. Wenn Sie nicht forschen, was tun Sie zur Entspannung?

Die Freizeit verbringe ich gerne mit Frau und Kind. Von dem Leben an der Ostküste der USA ist die Begeisterung für den Segelsport hängen geblieben.

Vita:

  • Leitender Oberarzt und stellv. Ärztlicher Direkter der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Freiburg sowie Leiter der Radiologie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen
  • Oberarzt an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Heidelberg
  • Leiter der Arbeitsgruppe Herzbildgebung an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Heidelberg
  • Instructor in Radiology, Harvard Medical School, Boston, USA
  • Cardiac MR PET CT Program des Massachusetts General Hospital/Harvard Medical School, Boston, USA sowie in CoreLab für CT Imaging der Framingham Heart Study, Framingham, USA

Unsere Fragen an Dr. Nilüfer Sonuc

  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    2014 bin ich  gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte, Teil eines neuen, bundesweiten Forschungsvorhabens namens NAKO Gesundheitsstudie zu sein. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit 2 Jahren am „Zentrum für klinische Studien Essen“ als Projektmanagerin in klinischen Studien tätig und hatte auch schon von der NAKO gehört. Die Chance, an dieser für Deutschland einmaligen Langzeitstudie mitzuwirken, wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe kurzer Hand zugesagt. Zunächst war es für mich eine Umstellung. Epidemiologische Studien sind bevölkerungsbasiert, das heißt, ich habe nicht mehr, wie in klinischen Studien, mit Patienten und ärztlichem Personal, sondern mit Erwachsenen zwischen 20 und 69 Jahren aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten täglich zu tun. Doch genau dies war es auch, was mich gereizt hat. Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen Menschen Kontakt aufzunehmen und diese für eine gute Sache zu begeistern.
  2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
    Mein Aufgabenbereich in der NAKO war und ist das Teilnehmermanagement, das ich zuerst aufgebaut habe und seit [2014] leite. Zusammen mit meinem Team sollten wir 10.000, aus dem Melderegister per Zufallsprinzip ausgewählte Frauen und Männer aus der Essener Bevölkerung für dieses Projekt gewinnen. Dieses Ziel haben wir 2019 erreicht. Dafür möchte ich noch einmal meinem Team und den freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern meinen Dank aussprechen, ohne die es nicht möglich gewesen wäre.
  3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
    In meinem Bereich ist Kommunikation natürlich das A und O. Wir haben tagtäglich die Aufgabe, Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Telefon zu informieren und ihre Fragen zu beantworten. Doch nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern auch die Kommunikation untereinander ist wichtig. Dies zu gewährleisten fällt in meinen Bereich. Neue Arbeitsanweisungen zu verfassen und umzusetzen, Arbeitspläne aufzustellen, Schulungen zu leiten und die Mitarbeiter immer auf den aktuellen Stand zu bringen, erfordert Organisation und Geduld. Fachkompetenz darf dabei auch nicht fehlen. Alle diese Eigenschaften zusammen zeichnet meine Arbeit aus.
  4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
    Ich bin Wissenschaftlerin geworden, weil ich verstehen möchte, wie Zellen funktionierten und was den Körper krank macht. Die NAKO versucht genau darauf Antworten zu finden. Denn mit den Ergebnissen dieser Studie können wir in ein paar Jahren verstehen, warum wir bestimmte Krankheiten bekommen und diese vielleicht sogar durch präventive Maßnahmen verhindern. Genau das macht die NAKO so besonders.

Kurzvita

  • Seit 2014 Leitung Teilnehmermanagement der NAKO im Studienzentrum Essen
  • Seit 2012Projektmanagement klinische Studien am Zentrum für klinische Studien Essen
  • 2009 Promotion an der Maximilians-Universität München
  • 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Detroit (USA)
  • 2001 Studium der Biologie an der Universität Bremen

Unsere Fragen an Dr. Ramona Sowade

1.Wie sind Sie zur NAKO gekommen?

Die NAKO Gesundheitsstudie hat mich in mehrfacher Hinsicht angesprochen. In meiner Zeit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hatte ich bereits Berührungspunkte mit dieser Studie und fand das Projekt sehr interessant. Als dann die Stellenausschreibung „Wissenschaftliche/r Projektmanager/in NAKO“ des Uniklinikums Heidelberg erschien, habe ich meine Chance ergriffen und mich beworben.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Zum einen hat mich das Projekt aus wissenschaftlicher Sicht angesprochen: In der NAKO wird ein sehr wertvoller Datenschatz erhoben. Dieser wird die Grundlage für eine Vielzahl von relevanten wissenschaftlichen Projekten zu unterschiedlichen Themen bilden, z. B. „wie man große Volkskrankheiten besser verstehen kann“ und „man die Entwicklung von neuen Analyseverfahren vorantreibt“.

Zum anderen ist es auch persönlich reizvoll, an einem so umfangreichen wissenschaftlichen Vorhaben mitzuwirken, da man viele interessante Einblicke in die komplexen Strukturen erhält und sich persönlich weiterentwickeln kann. Außerdem ist man durch die übergeordnete Arbeit im Projektmanagement nicht nur in ein Projekt involviert, sondern erhält umfangreichere Einblicke in unterschiedliche Forschungsthemen.

3.Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Da ich sehr unterschiedliche Aufgaben und Prozesse begleite, sind Organisations- und Kommunikationstalent gefragt. Darüber hinaus muss man aber auch inhaltlich gut in das System und die Prozessabläufe eingearbeitet sein.

4.Wie sieht ein typischer Tag aus?
Der Tag als Wissenschaftliche Projektmanagerin, Schwerpunkt Magnetresonanztomographie (MRT) ist anspruchsvoll und abwechslungsreich: neben einem großen Anteil von Kommunikationsarbeit, verbringe ich viel Zeit thematisch mit der Koordination von Qualitätssicherungsprozessen zur Erfassung von Zufallsergebnissen, mit der Unterstützung bei technischen Problemen, mit der Planung und Durchführung von Schulungen der Radiologen, mit der Datenbereinigung und vieles mehr.

5.Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die MRT-Untersuchung natürlich. 😊

Kurzvita Dr. Ramona Sowade

  • Seit 02/2019: Wissenschaftliche Projektmanagerin im NAKO MRT Imaging Core Zentrum für Zufallsergebnisse Heidelberg
  • 01/2017 – 12/2018: Persönliche Referentin des Wissenschaftlichen Vorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
  • 12/2012 – 12/2016: Promotion in Biologie am DKFZ
  • 2010 – 2012: Masterstudium in „Neurosciences“ an der Universität Bonn
  • 2007 – 2010: Bachelorstudium in „Biowissenschaften“ an der Universität Münster

Unsere Fragen an Anke Macdonald

Foto von Anke MAcdonald (Quelle: NAKO)

1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
2013 wollte ich mich beruflich verändern und habe nach einer Tätigkeit in einem medizinischen Umfeld gesucht, da mich medizinische Themen schon immer interessiert haben. Als sich das Stellenangebot der NAKO ergab, habe ich gerne zugesagt.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Die Aussicht, in einer großen Gesundheitsstudie eine sinnerfüllte Tätigkeit zu übernehmen, hat mich sehr angesprochen.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Die Arbeit für die NAKO erfordert ein hohes Maß an Flexibilität. Es ist definitiv kein Job „von der Stange“, denn man muss immer ein bisschen über den Tellerrand hinausdenken. Und das ist genau das Spannende an dieser Tätigkeit.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Die NAKO hat durch ihre schiere Größe schon ein unglaubliches Potenzial, interessante und medizinische relevante Erkenntnisse zur Volksgesundheit hervorzubringen. Das ist einmalig in Deutschland.

5. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
Ich bin dort nicht tätig.

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Die Handgreifkraft.

Aquarell von Anke MAcdonald (Quelle: privat)

Anke Macdonalds Lebenslauf

• seit 2016: Sachbearbeiterin in der Transferstelle
• 2013 – 2016: Sekretärin des administrativen Vorstands
• 2012 – 2013: Fortbildung und IHK-Abschluss als Bürokauffrau
• 1994 – 2012: Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin
• 1989 – 1994: Studium der Übersetzungswissenschaften, Abschluss als Diplom-Übersetzerin mit Ergänzungsfach Medizin

Unsere Fragen an Thomas Hörandel

Foto von Thomas Hörandel (Quelle: privat)

1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
Nach 20 Jahren Verpackungsindustrie und nach meiner Elternzeit hatte ich das Bedürfnis, mich zugunsten nachhaltiger Projekte beruflich engagieren zu wollen. Auf der Suche nach dem passenden, neuen Tätigkeitsfeld bin ich auf die Stellenausschreibung der NAKO Gesundheitsstudie gestoßen.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
– Gesellschaftliche Relevanz
– Größe der Organisation
– Die sehr heterogene Struktur, die eine besondere Herausforderung für einen Qualitätsmanager darstellt.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Analytisches Denkvermögen, Organisatorisches Talent und Kommunikationsfähigkeiten

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Die multizentrische Struktur des Forschungsprojekts und die damit verbundenen spannenden Fragestellungen.

5. Wie sieht ein typischer Tag aus?
Viel telefonieren, Prozesse betrachten, analysieren, anpassen und bei Bedarf neu planen.

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
3D Herzecho, Ich mag einfach Bilder

7. Ist Ihnen ein Erlebnis im Gedächtnis geblieben, seitdem Sie bei der NAKO tätig sind?
In der NAKO Gesundheitsstudie begeistern mich die Bereitschaft und die Flexibilität der Kolleginnen und Kollegen, was sich täglich zeigt.

8. Was machen Sie, um sich von der Arbeit zu erholen
Ich bin in meiner Freizeit Obstbaumpfleger und engagiere mich ehrenamtlich für den Erhalt von Streuobstwiesen. Darüber hinaus verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie, vorzugweise in der Natur.

Foto von Thomas Hörandel (Quelle: privat)

Thomas Hörandels Lebenslauf

  • Seit 2019  Quality & Risk Officer in der Geschäftsstelle der NAKO Gesundheitsstudie
  • Einkaufsleiter Schäfer Flexible Verpackung (Verpackungsindustrie)
  • Qualitätsmanager Roche
  • Anwendungstechniker und IT-Leiter – Schulz FlexGroupe (Verpackungsindustrie)
  • Produktionsleitung – Leiter Qualitätskontrolle – Klocke Verpackungs-GmbH
  • Chemielaborant – Ausbildung Medizinische Hochschule Hannover

Unsere Fragen an Manuela Stendal

Foto von Dr. Stefan Rach (Quelle: privat)

1.    Wie sind sie zur NAKO gekommen?
Ich gehöre im Prinzip zu den allersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NAKO Gesundheitsstudie. Im Jahr 2009/2010 erhielt ich Informationen über eine geplante, deutschlandweite Studie. Zu diesem Zeitpunkt habe ich an der Charité in der klinischen Forschung als Studienassistentin bzw. Studienkoordinatorin gearbeitet. Ich war – also – bereits für die Wissenschaft tätig und mein größter beruflicher Wunsch war es, künftig weiterhin im Forschungsbereich arbeiten sein zu können. Die in Aussicht gestellte Möglichkeit der NAKO, an so einem umfangreichen Projekt mitarbeiten und am Aufbau eines Studienzentrums beteiligt sein zu können, hat mich zusätzlich begeistert und motiviert. Und so habe ich mich für das NAKO Studienzentrum Berlin Nord beworben.

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
Ganz ehrlich: Als ich angefangen habe, gab es noch nicht das, was wir heute unter NAKO Gesundheitsstudie verstehen. Ich war die allererste Studienassistentin im Studienzentrum Berlin Nord. Es war eine spannende Zeit, wir haben die ersten Pretests durchgeführt. Aber selbst in dieser Anfangszeit stand schon fest, dass die NAKO Gesundheitsstudie ein besonderes Forschungsprojekt sein würde. Vor allem die Aussicht, mit meiner Arbeit etwas für die Gesundheit der Bevölkerung beizutragen, war für meinen Entschluss ausschlaggebend. Dazu stehe ich heute weiterhin.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
Für meine tägliche Arbeit sind ein fundiertes Fachwissen, der medizinische Hintergrund und Erfahrung im Studienbereich das A und O. Aber das Wissen allein ist nur „die halbe Miete“ [lächelt], Organisationstalent, Flexibilität, Teamgeist und eine tägliche Portion guter Laune gehören ebenfalls dazu.

4. Was ist für Sie das Besondere an der NAKO?
Für mich: extrem viel! Was mir, zum Beispiel, sehr gut gefällt, ist die gute Vernetzung und der kompetente fachliche Austausch innerhalb des NAKO Netzwerkes.

In jedem Studienzentrum arbeitet man im Team, aber alle Studienzentren zusammen sind zugleich Teil eines größeren Teams, wir sind Teil des Forschungsnetzwerkes namens NAKO Gesundheitsstudie.

5. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
Mein typischer Tag … [Schmunzeln!] Mein Tag startet in der Regel recht früh, meist trifft man mich bereits 6:30 Uhr im Büro an – ich mag diese Morgenstunden. Da kann ich erste anfallende Aufgaben erledigen. Ansonsten gibt es für mich eigentlich keinen typischen Tag, jeder Tag bringt Neues und verläuft meist anders als erwartet. Da sind Flexibilität und Geschick gefragt.

6. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
Ich habe keine wirkliche Lieblingsuntersuchung. Es gibt aber schon einige die ich besonders gern durchführe, wie der Herzultraschall oder die Augenuntersuchung mittels Fundus-Kamera.

7. Ist Ihnen ein Erlebnis in Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
In der NAKO arbeiten wir mit Menschen für Menschen, so bringt jeder Tag viele Eindrücke und Momente mit sich, die einen sehr berühren. Aber was mich sehr geprägt hat, war die Pionierzeit, als aus der Planung eine für Deutschland einmalige Studie entstanden ist: Eine multizentrische bundesweite Gesundheitsstudie, für die nach denselben Maßstäben, mit denselben Zielen und Verfahren in 18 Studienzentren „unisono“ gearbeitet wird. Ich bin froh und stolz dazu zu gehören.

Foto von Dr. Stefan Rach (Quelle: privat)

Manuela Stendals Lebenslauf

  • Studienzentrumskoordination und leitende Studienassistentin, QS Beauftragte und Trainerin am Zentrum
  • seit 2010 bis heute für die NAKO tätig,
    zuerst an den NAKO Pretests bei der Charité beteiligt, anschließend seit Mai 2011 direkt am MDC am Studienzentrum Berlin-Nord tätig und am Aufbau des Studienzentrums Berlin Nord am MDC mitbeteiligt
  • Studienassistentin klinischen Forschung am KKS Charité und ECRC, Charité Berlin Buch
  • examinierte Krankenschwester, Weiterbildung zur PDL, zertifizierte Studienassistentin
  • verheiratet und Mutter von 3 Söhnen, sportbegeistert

Unsere Fragen an Dr. Stefan Rach

Foto von Dr. Stefan Rach (Quelle: privat)
  1. Was haben Sie studiert?
    „Ich habe Psychologie mit dem Schwerpunkt Kognitionspsychologie studiert.“
  1. Wie sind Sie zur NAKO gekommen?
    „Ich habe mich am Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie beworben, das zu diesem Zeitpunkt bereits an der NAKO beteiligt war. Dort leite ich eine Fachgruppe, der alle Untersucher*innen und Studiensekretär*innen des Instituts angehören, also auch die in der NAKO beschäftigten Mitarbeiter*innen. Da sich meine Forschung mit der Frage befasst, ob und warum Menschen an wissenschaftlichen Studien teilnehmen, ist die NAKO für mich natürlich auch ein interessantes Forschungsfeld.“
  1. Was fasziniert Sie am Forschungsprogramm der NAKO besonders?
    „Mich interessieren offen gesagt weniger die Forschungsdaten, die die NAKO TeilnehmerInnen bei ihrem Besuch im Studienzentrum offenbaren, sondern das was davor passiert. Ich möchte wissen, warum manche Bevölkerungsgruppen eher an wissenschaftlichen Studien teilnehmen als andere und was man tun kann, um auch diese Menschen zu gewinnen. Welchen Einfluss haben beispielsweise Erinnerungsbriefe oder Anrufe? Nervt das die Menschen und erzeugt Ablehnung? oder lassen sich Menschen dadurch tatsächlich zu einer Teilnahme bewegen oder Wie muss ein Einladungsschreiben gestaltet sein, damit sich ganz unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Lebenswelten dadurch gleichermaßen angesprochen fühlen?“
  1. Warum ist Ihre Forschung wichtig?
    „Für viele wissenschaftliche Fragestellungen ist es wichtig, dass die Zusammensetzung der Studienpopulation [a. d. R. hier = die Gruppe von Menschen, die an einer Studie teilgenommen hat] ungefähr der Zusammensetzung unserer Bevölkerung entspricht, damit auf Basis der Studienergebnisse allgemeingültige Aussagen getroffen werden können. Es ist daher wichtig zu erforschen, welche Gesellschaftsgruppen zurückhaltender bei der Studienteilnahme sind und wie wir das vielleicht ändern könnten.  Des Weiteren beobachten wir in der Forschung seit vielen Jahren, dass in der Bevölkerung generell die Bereitschaft sinkt, an wissenschaftlichen Studien und Befragungen teilzunehmen. Wenn wir verstehen woran das liegt, könnte man zukünftige Studien so gestalten, dass sie wieder auf mehr Beteiligungswillen in der Bevölkerung stoßen.“

Dr. Rachs Lebenslauf

  • Seit 2018: Sprecher der NAKO Expertengruppe „Rekrutierung, Responseanalysen und -me-thoden“ und Stellvertretende Leitung des NAKO Studienzentrums Bremen
  • Seit 2014: Fachgruppenleiter im Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen
  • 2010 Promotion in Psychologie
  • 2006-2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg
  • 2004 – 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Jacobs University Bremen
  • 2004 Diplom in Psychologie

Unsere Fragen an Sabine Gerber

1. Wie sind sie zur NAKO gekommen?
„Ich wollte mich beruflich verändern, ohne die Medizin außer Acht zu lassen.“

2. Was hat Sie persönlich davon überzeugt für die NAKO zu arbeiten?
„Mütterlicherseits sind alle Familienmitglieder an irgendeiner Form des Krebses verstorben. Daher ist es mir ein Anliegen, persönlich einen Beitrag dazu zu leisten, neue Ansätze zur Prävention und Behandlung dieser Krankheit zu finden.
Das Besondere an der NAKO, die Zusammenarbeit und der Austausch mit Kolleginnen in unterschiedlichen Studienzentren deutschlandweit, hat mich darin bestärkt, bei diesem einzigartigen Projekt mitarbeiten zu wollen.

3. Welche Fähigkeiten fordert die Arbeit besonders?
„Eine wichtige Voraussetzung sind die Fachkenntnisse. Ich bin ausgebildete medizinische Fachangestellte und habe jahrelang in einer großen kardiologisch/angiologischen Praxis in Mannheim gearbeitet, wo ich auch viel Erfahrung im Umgang mit Menschen gesammelt habe. Meiner Ansicht nach braucht eine Untersucherin, neben Fachwissen und Erfahrung, auch die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen empathisch umgehen zu können.
Darüber hinaus ist speziell in meiner Position als Qualitätsbeauftragte Organisationstalent gefragt und, da kein Tag wie der andere ist, auch Flexibilität.“

4. Wie sieht ein typischer Tag im Studienzentrum aus?
„Einen typischen Tag im Studienzentrum – den gibt es eigentlich nicht.
Morgens bin ich meistens die erste im Studienzentrum in Mannheim und treffe notwendige organisatorische Voraussetzungen für den Untersuchungstag. Als Teamleitung teile ich die Kolleginnen und Kollegen für die verschiedenen Untersuchungen ein. Nach einem Blitzmeeting sind wir dann alle bereit, die Teilnehmer zu empfangen. Im Studienzentrum bin ich zusammen mit einer weiteren Kollegin die „Dienstälteste“, daher häufig auch die Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Anliegen von Kollegen und von Teilnehmenden. Meine Arbeit ist sehr anspruchsvoll und verantwortungsvoll. Sie gefällt mir vor allem, weil kein Tag dem anderen gleicht.“

5. Welche ist Ihre Lieblingsuntersuchung?
„Ganz einfach: die Spirometrie-Untersuchung und der Herzultraschall. Ich „komme“ aus einer kardiologisch/angiologischen Praxis und weiß, wie anspruchsvoll beide Untersuchungen sind.
Bei der Spirometrie kommt es außerdem darauf an, die Teilnehmer richtig zu motivieren.“

6. Ist Ihnen ein Erlebnis in Gedächtnis geblieben, seitdem Sie im Studienzentrum tätig sind?
„In der Basisuntersuchung kam ein junger Mann um die 30 als Teilnehmer. Im Gespräch hat sich herausgestellt, dass dieser Teilnehmer multiple Krebserkrankungen und einen ziemlich schweren Verlauf einer Multiplen Sklerose hatte. Dabei war er stets sehr fröhlich, aufgeschlossen und freundlich. Es hat mich sehr beeindruckt, dass ein junger Mensch so schwer krank sein konnte und sich dennoch die Zeit nimmt, zugunsten zukünftiger Generationen bei unserer Studie mitzumachen.“

Sabine Gerbers Lebenslauf

  • – Teamleitung im NAKO Studienzentrum Mannheim
    – MFA in einer großen kardiologisch/angiologischen Praxis in Mannheim
    – MFA in einer kardiologischen Praxis in Speyer
    – Trainerin B-Lizenz auf selbständiger Basis
    – Verheiratet und Mutter von 2 Kindern