Corona und die NAKO

▶︎▶︎▶︎Corona und die NAKO Gesundheitsstudie

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Studienteilnehmer*innen,

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Teilnehmer*innen,

im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht unvermindert die Corona-Pandemie, deren dritte Welle nunmehr Deutschland erfasst hat. Im Bund-Länder-Beschluss vom 22.03.2021 wurde die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18.04.21 festgeschrieben.

Im Forschungsbereich und speziell für die NAKO heißt dies jedoch, dass der Forschungsbetrieb fortgesetzt werden kann. Die NAKO Studienzentren bleiben – ausgenommen an Sonn- und Feiertagen – offen. Zum einen, weil Fachleute unterschiedlicher Disziplinen die Wirksamkeit des Hygienekonzepts und der zusätzlichen Vorkehrungen zur Minimierung der Infektion und zur Sicherheit der Teilnehmenden und der Mitarbeiter*innen attestieren. Das Hygienekonzept und die Anti-Infektionsmaßnahmen in der NAKO werden regelmäßig und bei jeder Virusmutation auf ihre Wirksamkeit hin geprüft und angepasst. Zum anderen, weil die durch die NAKO erhobenen Daten zentrale Informationen über die Langzeitfolgen der Pandemie liefern.

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„Was gibt’s Neues in der NAKO?“
01.03.2021

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„Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft“ – wichtiger denn je
18.02.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Studienteilnehmer*innen, 18.02.2021

unser erster offener Brief an Sie war März 2020 datiert, er liegt fast ein Jahr zurück, ein Jahr ganz im Zeichen von Corona!

Noch im Dezember 2019 waren Begriffe wie Epidemie, Pandemie, Inkubationszeit, 7-Tage-Inzidenz, Herdenimmunität … nur in Fachkreisen bekannt. Jetzt verstehen wir auch, was damit gemeint ist. Seit Februar letzten Jahres wissen wir, was COVID-19 ist und, aus praktischer Erfahrung, wie man das Virus am besten bekämpfen kann. Wir wissen, dass COVID-19 eine hochansteckende, sich schnell verbreitende Infektionskrankheit ist, die keinen Halt vor geografischen, politischen oder sonstigen Grenzen macht.
Gewiss: die Corona-Epidemie macht Angst. Doch der undifferenzierten Angst vor Seuchen, denen frühere Generationen ausgeliefert waren, können wir anders begegnen.

Was unterscheidet uns von früheren Generationen?
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Feedback von unseren NAKO Teilnehmer*innen nach dem Corona-Shut down in den Studienzentren

„Unterstützer aus Prinzip“, Stefan Schuster, Augsburg

„Ich unterstütze die NAKO Gesundheitsstudie aus Prinzip, weil dieses wissenschaftliche Forschungsvorhaben durch die langjährige Beobachtung von Krankheitsverläufen neue Maßstäbe in der Prävention und Therapie von Volkserkrankungen setzen wird“, erklärt Stefan Schuster.

Der Augsburger war 2016 zum ersten Mal Teilnehmer der NAKO und hat im Februar 2021 an der Folgeuntersuchung teilgenommen. „Als Rettungssanitäter kenne ich die hygienischen Maßnahmen am Uniklinikum in Augsburg. Deshalb unterschätze ich die von Corona ausgehende Gefahr nicht. Da sich das Studienzentrum im Uniklinikum befindet, war ich mir sicher, dass auch hier hohe Standards zu Sicherheits- und Hygienevorkehrungen zur Infektionsvermeidung gelten. Meine Annahme hat sich auch vollumfänglich bestätigt. Neben der Freundlichkeit des Studienpersonals ist mir auch die Fachkompetenz positiv wieder aufgefallen.“

Der 35-Jährige hat noch einen Appell: „Ich möchte allen – vor allem den männlichen Teilnehmern in meinem Alter – empfehlen, sich an der NAKO Studie zu beteiligen. Täglich bin ich mit Krankheiten konfrontiert und dies hat mich gelehrt, dass später im Leben durchaus ernsthafte Erkrankungen auftreten können, auch wenn man in jungen Jahren gesund war. Die Wissenschaft kann einen Beitrag zur Prävention und Bekämpfung leisten, wenn sie dabei unterstützt wird.“

Stefan Schuster (Foto: privat.)

Ina Petter (Foto: privat)

„Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt“ – Ina Petter über ihre NAKO-Teilnahme im Studienzentrum Neubrandenburg

„Ich fand es toll, dass gerade ich zufällig ausgewählt wurde, und finde, wenn man schon die Möglichkeit zur Teilnahme hat, sollte man das auch nutzen“, erinnert sich Ina Petter an ihre NAKO-Teilnahme im Studienzentrum Neubrandenburg.

Besonders interessant waren für die 39-Jährige dabei die Untersuchungen zur Gedächtnisfähigkeit: „Man weiß ja eigentlich gar nicht, wie gut bzw. schlecht das eigene Gedächtnis im Vergleich ist. Solche Tests könnte man ruhig öfters machen.“

Trotz Corona hatte sie bei der Untersuchung ein gutes Gefühl und keinerlei Bedenken: „Durch meine eigene Arbeit im Krankenhaus weiß ich, wie streng die Hygienemaßnahmen sind, und habe mir deshalb auch keine Sorgen gemacht. Ich finde es sehr schön, mit welchem Engagement die NAKO-Untersuchungen durchgeführt werden. Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt“, lautet ihr positives Fazit.

„Man sollte einen Beitrag für die Gesellschaft leisten, wenn man die Chance dazu hat“ – Martina Göllnitz über ihre Teilnahme an der NAKO

NAKO-Teilnehmerin Martina Göllnitz war überrascht von der Ausführlichkeit ihrer Folgeuntersuchung – trotz Corona: „Eigentlich dachte ich, dass aufgrund der Pandemie nur begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung stehen würden. Aber ich finde es toll, dass trotzdem das volle Programm gefahren wird.“ Dabei habe sie Vertrauen in die Vorsichtsmaßnahmen des Untersuchungsstandortes, des Studienzentrums Neubrandenburg, gehabt: „Es waren nur wenige Menschen vor Ort, und man hat mich gleich bei der Ankunft mit einer neuen Maske und Desinfektionsmittel versorgt.“
Ausschlaggebender Grund für ihre Teilnahme war die große Teilnehmerzahl, sowie die Studienlaufzeit: „Sollte es notwendig sein, so werde ich auch in 20 Jahren noch bei der NAKO dabei sein. Schließlich geht es hierbei auch darum, Auslöser für Krankheiten zu finden. Ich finde, dass man, wenn man die Chance dazu hat, auch einen konkreten Beitrag für die Gesellschaft leisten sollte.“ Auch eine Folgeuntersuchung während des Lockdowns wäre für sie in Frage gekommen, schließlich würde diese mit dafür geschultem Personal und unter hohen Hygienevorkehrungen stattfinden.
Die Wahrscheinlichkeit, bei einer der Untersuchungen von einer bisher unbekannten Erkrankung zu erfahren, habe sie nicht abgeschreckt, denn mit diesem Wissen könne man schließlich aktiv etwas gegen das Voranschreiten einer eventuellen Krankheit tun.

Martina Göllnitz (Foto: privat)

Claudia Berns (Foto privat)

„Trotz Corona hatte ich ein gutes Gefühl“, Claudia Berns Studienzentrum Münster

„Trotz Corona habe ich die Einladung zur Folgeuntersuchung angenommen, weil ich mir sicher war, dass das NAKO Studienzentrum Münster alles zur Einhaltung des Hygiene-Konzeptes und zur Infektionsvermeidung unternommen hat“, äußert sich Claudia Berns über die Teilnahme an der Folgeuntersuchung. „Ich hatte ein gutes Gefühl, das durch den Besuch nochmals bestärkt wurde.“
„Es ist ein wichtiges Anliegen auch für mich, dass die Forschung fortgesetzt werden kann, und ich unterstütze dies nach Möglichkeiten. Ich setze mich bewusst für das Gesundheits- und Gemeindewohl ein und nehme als Probandin der NAKO teil. Ohne Forschung kann man keine neuen Erkenntnisse erwarten, die letztendlich auch zur Verbesserung des Gesundheitssystems führen. Persönlich fühle ich mich geehrt, dass ich zur NAKO Studie eingeladen wurde. Nicht jede/r hat diese Möglichkeit und man kann dabei viel Gutes bewirken.“

„Man kann ohne Bedenken teilnehmen, wenn man sich an die Regeln hält“, Jörn Kluge

„Warum ich wieder dabei bin?“, überlegt Jörn Kluge, „weil die Studie und ihre Ergebnisse nicht nur für mich, sondern für die Allgemeinheit wichtig sind.“ Der Brandenburger ist der Einladung zur Folgeuntersuchung des Studienzentrums Berlin-Nord ohne Zögern gefolgt. „Ich hatte keine Bedenken wegen Corona. Ganz im Gegenteil. Durch die sorgfältige Aufklärung im Vorfeld und die Maßnahmen vor Ort hatte ich im Studienzentrum keine Angst. Ich kann sagen, dass man ohne Bedenken teilnehmen kann, wenn man sich an die Regeln hält.“
Der 52-Jährige hatte in der Vergangenheit einen Schlaganfall. „Die kognitiven Testungen sind daher für mich sehr interessant. Mit dem Gedächtnistest kann ich mir ein Bild davon machen, wie sich meine mentalen Fähigkeiten im Laufe der Zeit entwickeln bzw. ob ich abgebaut habe.“

Jörn Kluge (Foto: privat)

Foto: privat

„Übertriebene Angst lähmt“ Klaus Reiplinger, NAKO Teilnehmer im Studienzentrum Münster

Klaus Reiplinger hat in seinem Leben schon manche Krisen gemeistert. „Ich hatte eine bösartige Krebserkrankung, das war nicht einfach zu verkraften. Aber dabei habe ich gelernt, mit lebensbedrohenden Krisen positiv umzugehen und ich habe den Krebs überstanden!“ Der gebürtige Saarländer war schon vor ca. 5 Jahren Teilnehmer der NAKO Studie im Studienzentrum Münster.

„Ob ich jetzt bei dem zweiten Termin Angst vor Corona hatte? Ich halte mich an die Regeln und lasse mich nicht verunsichern. Übertriebene Angst lähmt und ist kontraproduktiv. Das bedeutet nicht, dass ich leichtfertig mit der Gefahr umgehe. Das Hygienekonzept, das mir vor dem Termin erläutert wurde, und das Personal im NAKO Studienzentrum Münster haben mir keinen Anlass zur Sorge gegeben. Man muss Krisen – wie auch eine Pandemie – akzeptieren, lernen damit umzugehen und das Beste daraus machen.“

13. Brief an die NAKO Teilnehmer*innen

Foto: privat

13. Brief an die NAKO Teilnehmer*innen
Echo der COVID-19-Befragung in der Presse und in der Politik

Feedback von unseren NAKO Teilnehmer*innen seit Juli 2020

„Trotz Corona habe ich nicht gezögert“, Eckhart Jäntsch aus Waren

„Auch in der Zukunft werde ich an NAKO Untersuchungen teilnehmen“, versichert Eckhart Jäntsch, Geschäftsführer der Stadtwerke Waren.
„Vor ungefähr 4 Jahren habe ich mit der ersten Untersuchung begonnen. Damals wie heute bin ich davon überzeugt, dass die NAKO ein sehr gutes Forschungsprojekt mit nachhaltiger Aussagekraft für gesundheitsrelevante Belange ist.  Trotz Corona habe ich nicht gezögert, als die Einladung zur Folgeuntersuchung kam. Die zusätzlich eingeführten Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen im Studienzentrum sind sehr gut. Es ist wirklich schade, wenn einige Teilnehmer*innen so verunsichert sind, dass sie sich aus Angst vor Corona aktuell scheuen mitzumachen. Ich kenne aber viele Personen, die sich wirklich freuen würden, bei der NAKO Studie mitmachen zu können.“

„Es sprach nichts gegen eine Teilnahme“, Ursula Weber, Studienzentrum Münster

„Von Beruf bin ich Diplom Psychologin und weiß aus Erfahrung, dass wissenschaftliche Studien von der Akzeptanz und Mitarbeit der Teilnehmer*innen abhängig sind“, erzählt Ursula Weber. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum die Münsteranerin an der NAKO Studie zum zweiten Mal teilnimmt: „In erster Linie bin ich vom Studienkonzept überzeugt“.

Überzeugt ist Ursula Weber auch von der Professionalität und wissenschaftlichen Sorgfalt der NAKO. „Schon bei der Basisuntersuchung habe ich festgestellt, wie akkurat und professionell die NAKO arbeitet. Ein Hygienekonzept existierte schon vor der Pandemie, dieses wurde durch die wegen Corona notwendig gewordenen zusätzlichen Vorkehrungen ergänzt. Daher sprach aus meiner Sicht nichts gegen eine Teilnahme und ich fühlte mich im Studienzentrum jederzeit optimal betreut.“

„Kein Grund zur Sorge“ – Lena Kühling aus Münster –

Lena Kühling hat sich 2016 entschlossen, an der NAKO Gesundheitsstudie teilzunehmen. Nach der Wiederaufnahme der Untersuchungen im Juli bekam die 34-Jährige ihre Einladung zur Folgeuntersuchung. „Damit hatte ich gerechnet“, so die Münsteranerin, „Selbstverständlich mache ich mit, ich möchte dazu beitragen, dass die Studie fortgesetzt werden kann.“
„Beim zweiten Mal kannte ich mich im Studienzentrum schon gut aus und ich wusste, was auf mich zukommt. Die Corona-Vorkehrungen halte ich für gut und angebracht. Über diese wurde ich auch im Vorfeld aufgeklärt. Ebenfalls hat man mir mitgeteilt, dass Corona-bedingt das Studienzentrum keine Verpflegung anbieten kann. Ehrlich gesagt, ich hätte sowieso keine Zeit dazu gehabt. Alles ging kompetent zügig. Wie beim ersten Besuch habe ich mich wohl aufgehoben gefühlt. Das geschulte Personal geht auch mit der Corona-Herausforderung professionell um. Ich hatte keinen Grund zur Sorge“.

Die Studienzentren nehmen die Untersuchungen vor Ort wieder auf.

Heidelberg, 30.06.2020: Nach einer dreimonatigen Corona-Pause öffnen die 18 NAKO Studienzentren im Juli nach und nach wieder ihre Türen für die Teilnehmer*innen. Durch den Ausbruch der Pandemie in Deutschland hatte die NAKO Gesundheitsstudie präventiv – zum Schutz von Mitarbeiter*innen und Teilnehmer*innen – ihre Studienzentren für Probanden und Besucher*innen vorübergehend geschlossen. Mit der schrittweisen Lockerung der Beschränkungen im öffentlichen Leben ist jetzt auch eine kontrollierte Wiederaufnahme des wissenschaftlichen Untersuchungsbetriebs und somit die Fortsetzung der Folgeuntersuchung möglich.
„Die Zeit des Shutdowns wurde für wichtige Projekte genutzt“, sagt Priv.-Doz. Dr. Kerstin Wirkner, Studienzentrumsleiterin in Leipzig und Sprecherin der NAKO Studienzentrumsleiter*innen. „So wurde u. a. ein neues Erhebungsinstrument, die COVID-19-Befragung, erarbeitet. Darüber hinaus haben wir unser Personal auf die neuen Herausforderungen vorbereitet, gut geschult und ein Konzept erarbeitet, das es uns − in Übereinstimmung mit den lokalen Hygiene- und Desinfektionsplänen sowie den Vorgaben zu SARS-CoV-2 der NAKO Mitgliedsinstitutionen − ermöglicht, notwendige Schutzvorkehrungen zu definieren und in allen 18 Studienzentren umzusetzen.“
Was hat sich für die Teilnehmer*innen geändert
Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sind seit Beginn der NAKO Bestandteil der Studie. Um einer Ausbreitung des SARS-CoV2-Virus vorzubeugen, wurden diese jetzt erweitert und verschärft.
In den NAKO Studienzentren gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmer*innen, Gästen und Mitarbeiter*innen. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist Pflicht. Ergänzt werden diese inzwischen gängigen Sicherheitsvorkehrungen durch verschärfte Hygienemaßnahmen: Zusätzliche Stellwände und Plexiglaswände, u. a. am Empfang, sowie das mehrfache tägliche Desinfizieren von sämtlichen Kontaktflächen zählen dazu. Das Untersuchungspersonal trägt Berufs- und Schutzkleidung, die in vorgeschriebenen Abständen gewechselt wird, und die Räume werden nach entsprechenden Qualitätsstandards gereinigt und gelüftet.

Neu für die Teilnehmenden sind die zusätzliche Befragung nach SARS-CoV-2 bezogenen Ausschlusskriterien bei der Terminvereinbarung und die COVID-19-Selbstauskunft am Tag der Untersuchung. Individuelle Fragen und Anliegen der NAKO Probanden werden vorab telefonisch besprochen, um weitere, eventuell notwendige Maßnahmen zum Schutz der Teilnehmer*innen sowie des Studienzentrumspersonals realisieren zu können.

Offene Briefe an die NAKO Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Unseren Studienteilnehmer*innen stellen wir in Form eines offenen Briefes die wichtigsten Informationen zur Verfügung

Pressemitteilung:
COVID-19-Befragung in der NAKO Gesundheitsstudie: Aufruf an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Heidelberg, 29.04.2020: Die COVID-19-Befragung aller Teilnehmer*innen ist eine Forschungsaktion der NAKO Gesundheitsstudie (NAKO), um Erkenntnisse über Verbreitung, Verlauf, und Auswirkungen von COVID-19 in Deutschland zu gewinnen. Die Befragung startet heute, alle NAKO Teilnehmenden werden zur Teilnahme aufgefordert.

„Die NAKO ist die einzige deutschland-weite Kohortenstudie, in der aktuelle Daten zur Gesundheit in der Bevölkerung in Deutschland unmittelbar vor und zu Beginn der Pandemie vorliegen“, so Prof. Dr. Annette Peters, NAKO Vorstandsvorsitzende und Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München. „Damit bietet die NAKO eine ideale Ausgangsbasis, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit der Bevölkerung zu untersuchen.“

Die Fachleute erwarten in Folge der Coronavirus-Pandemie und der Shutdown-Maßnahmen eine Reihe von gravierenden Folgen für die Gesundheit. Der Fragebogen setzt sich etwa zur Hälfte aus infektionsepidemiologischen Fragen zum Gesundheitszustand, zum Infektionsstatus, zu Verhaltensänderungen aufgrund der Pandemie und zu den Sozialkontakten während der Pandemie zusammen. Weitere Fragen erfassen die psychosozialen Auswirkungen der Pandemiesituation, darunter mögliche Veränderungen des Erwerbsstatus, des Lebensstils und des Soziallebens sowie mögliche psychische Veränderungen. Die Fragen sind so formuliert, dass die erhobenen Daten in direkten Bezug zu jenen Daten gesetzt werden können, die in der NAKO vor der COVID-19 Pandemie erhoben wurden.

Die NAKO ist ein Forschungsnetzwerk aus 27 Mitgliedern und einer etablierten Forschungsinfrastruktur mit u. a. 18 über auf ganz Deutschland verteilten Studienzentren und Regionen.

Der COVID-19-Fragebogen wurden von den NAKO Expertengruppen zu Infektionskrankheiten sowie der breiten Expertise für chronische Erkrankungen entwickelt. Er kann Online oder traditionell in Papierform ausgefüllt werden und ist den NAKO Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorbehalten. Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen stellt die NAKO Geschäftsstelle den Fragebogen gerne zum Einsatz in anderen Studien zur Verfügung.

Für die Mitteilung der Zugangsdaten für die Online-Teilnahme an der Befragung ist eine gültige E-Mail-Adresse notwendig. Deswegen sind Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer, die die Online-Möglichkeit in Anspruch nehmen wollen, aber deren E-Mail sich geändert hat oder die keine E-Mail angegeben haben, gebeten, dem zuständigen Studienzentrum ihre aktuelle Mail-Adresse mitzuteilen.

FAQ: Informationen zu COVID-19

Die NAKO Studienzentren wurden Mitte März vorübergehend präventiv für den Untersuchungsbetrieb geschlossen, um die Teilnehmer*innen, die Mitarbeiter*innen und die Bevölkerung zu schützen.

In den NAKO Studienzentren kommen täglich Dutzende Menschen zusammen.
Die spezifischen Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen, die erforderlich sind, um das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 / COVID-19 (Coronavirus) zu minimieren, waren in den NAKO Studienzentren Mitte März nicht etabliert und nicht geübt. Außerdem war die räumliche Situation in vielen Studienzentren nicht dafür ausgelegt, den erforderlichen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern durchgängig einzuhalten. Bei manchen Untersuchungen, z.B. bei der Ultraschalluntersuchung, entsteht direkter Kontakt zwischen Teilnehmer*in und Untersucher*in, wofür derzeit entsprechende Schutzausrüstung wie z.B. Mund-Nasen-Schutz notwendig wäre. Gegenwärtig haben aber Akutkrankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen bundesweit Priorität, Schutzausrüstung geliefert zu bekommen. Ein weiterer Aspekt spricht ebenfalls für eine vorbeugende, vorübergehende Schließung der Studienzentren: bislang ist bekannt, dass schwere Verläufe der Virusinfektion vor allem bei älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen auftreten. Ein Teil der NAKO Teilnehmer*innen gehört einer dieser Risikogruppen an.

Gemäß dem NAKO-Prinzip „die Gesundheit hat den Vorrang“, war die Einstellung des Untersuchungsbetriebs daher Mitte März für uns eine folgerichtige Entscheidung.

Die NAKO bereitet sich jetzt auf eine Wiederaufnahme der Untersuchungen vor – in Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Da die Studienzentren über verschiedene Bundesländer verteilt sind, in denen unterschiedlich strenge Beschränkungen gelten, ist die Situation heterogen. In manchen Studienzentren arbeitet der überwiegende Teil der Mitarbeiter*innen im Home-Office, in anderen nur Mitarbeiter*innen der Risikogruppe. Manche Mitarbeiter*innen arbeiten zudem inzwischen als freiwillige Helfer in Gesundheitsämtern und Kliniken. Und natürlich gibt es auch bei uns Kolleg*innen, die derzeit nur eingeschränkt arbeiten können, weil minderjährige Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreut werden müssen.

Dementsprechend variieren auch die Aufgaben, die in den Studienzentren noch erledigt werden können. Daher wird z.B. die erste schriftliche Nachbefragung − der sogenannte Gesundheitsfragebogen − nur in manchen Studienzentren weiterhin verschickt.

Parallel dazu bereiten sich die Studienzentren auf mögliche Sonderforschungsvorhaben zur Coronavirus-Pandemie vor.

Die NAKO engagiert sich in der Coronavirus-Pandemie auf vielfältige Weise:

Seit Beginn der Pandemie stehen eine Reihe von NAKO Wissenschaftler*innen der Öffentlichkeit, der Politik und den Forschungsinstitutionen beratend und unterstützend zur Seite.

Außerdem wollen wir uns, als größte deutsche Gesundheitsstudie, auch aktiv in die COVID-19-Forschung einbringen und einen eigenen Beitrag zum Erkenntnisgewinn über Verbreitung, Verlauf, und Auswirkungen des Coronavirus leisten. Ab Ende April startet die NAKO mit einer speziellen COVID-19-Befragung, die sich spezifisch an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wendet.

Darüber hinaus ist eine Beteiligung der NAKO an weiteren nationalen oder internationalen Forschungsvorhaben zum Coronavirus in der Vorbereitung.

Über die Entwicklungen werden wir Sie hier auf dem Laufenden halten.

In den vergangenen Tagen haben uns viele Anfragen von Menschen erreicht, die sich als freiwillige Teilnehmer*innen für mögliche neue Forschungsvorhaben der NAKO zum Coronavirus zur Verfügung stellen möchten. Wir sind überwältigt von diesem großen Engagement in der Bevölkerung und dankbar für jedes Angebot!

Derzeit befinden sich alle möglichen Forschungsvorhaben der NAKO zum Coronavirus noch in der Abstimmung. Die konkretesten Pläne umfassen aktuell auch nur Personen, die bereits zum Teilnehmerkreis der NAKO gehören. Falls zusätzliche freiwillige Teilnehmer*innen eingeschlossen werden können, werden wir einen entsprechenden Aufruf starten.

Eine Besonderheit der Coronavirus-Pandemie sind die unspezifischen, variablen Krankheitsverläufe. In 80% der Fälle verläuft eine Erkrankung milde bis moderat, manche der Erkrankten haben gar keine Symptome (Quelle: Robert Koch Institut – https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html Stand: 06.04.2020).

Gleichzeitig sind die Testkapazitäten der Labore in Deutschland begrenzt, es können nicht flächendeckend alle Menschen in Deutschland getestet werden. Vorrangig müssen Personen mit moderaten bis schweren Symptomen und medizinisches Personal getestet werden, um die Notfallversorgung aufrecht zu erhalten.

Daher ist es wahrscheinlich, dass eine gewisse Anzahl an Personen mit dem Coronavirus infiziert sind, ohne es zu wissen. Diese Personen sind nicht Teil der offiziellen Infektionsstatistik, sondern bilden die Dunkelziffer der Infizierten. Epidemiologen gehen von einer hohen Dunkelziffer für Coronavirus-Infektionen in der Bevölkerung aus.

Die NAKO Gesundheitsstudie bietet die ideale Ausgangsbasis, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland zu untersuchen. In der NAKO liegen aktuelle Daten zur Gesundheit in der Bevölkerung in Deutschland unmittelbar vor und zu Beginn der Pandemie vor.

Mit dem zusätzlichen Fragebogen geben die NAKO Teilnehmerin und Teilnehmer Auskunft über Ihren aktuellen Gesundheitszustand, über ihre (möglichen) Erfahrungen mit spezifischen COVID-19-Krankheitssymptomen, über ihre Sozialkontakte und mögliche psychosoziale Auswirkungen der verhängten Einschränkungen. Auf diese Weise werden die vorhandenen NAKO-Daten ergänzt und die Wissenschaftler*innen können so genauere Erkenntnisse über Kurz- und Langzeitfolgen der Epidemie zu gewinnen.

Der Fragebogen kann online oder, bei Bedarf, in Papierform ausgefüllt werden und ist momentan nur NAKO Teilnehmenden vorbehalten.
Voraussetzung für die Online-Befragung ist eine gültige E-Mail-Adresse. An diese schickt das jeweilige Studienzentrum die Einladung und die Zugangsdaten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, eventuelle Änderungen ihrer E-Mail-Adresse so schnell wie möglich dem für sie zuständigen Studienzentrum mitzuteilen.

News Ticker zu NAKO & Corona

Januar 2021

Verlängerung des bundesweiten Lockdowns. Um die Pandemie einzudämmen, wird langfristig ein 7-Tage-Inzidenzwert von 50 angestrebt.

50. KW

ab 09.12.2020: Nach dem Scheitern des Lock-Down-Light führen einige Bundesländer angesichts der steigenden Infektionszahlen einen harten Lock-Down ein. Die Studienzentren in Bayern und Sachsen leisten den Landesbestimmungen Folge und stellen den Untersuchungsbetrieb bis voraussichtlich Anfang Januar 2021 ein.


 45. KW

Anfang November: In Deutschland werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie verschärft. (Lock-Down-Light)


27. KW

01.07.2020: Die NAKO Studienzentren setzen  – nach dem Lockdown – die Untersuchung der Teilnehmenden wieder fort.


21. KW

NAKO stellt Sonderfragebogen zu COVID-19 der wissenschaftlichen Community zur Verfügung.


19. KW

NAKO Studienzentren bereiten Maßnahmen zur Wiedereröffnung der Studienzentren vor.


18. KW

29.04.2020: Start der COVID-19-Befragung in der NAKO Gesundheitsstudie und Aufruf an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer


17. KW

24.02.2020: Ankündigung des CODIV-19-Fragebogen für die NAKO Teilnehmerinnen und Teilnehmer


16. KW

Am 15.04.2020 haben die Kanzlerin Angela Merkel zusammen mit den Ländervertretern über die Exit-Strategie beraten und erste mögliche Schritte und Maßnahmen vereinbart.


27. März 2020

Die NAKO prüft mit Epidemiologen, Virologen und anderen Experten verschiedene Optionen, wie die NAKO mit ihrer Forschungsarbeit aktuell bestmöglich zur Beantwortung relevanter Fragen beitragen kann. Das Ziel ist es, die Maßnahmen gut aufeinander abzustimmen, um Ressourcen und Kräfte sinnvoll zu bündeln.


17. März 2020

Präventive Schließung der Studienzentren vor dem Hintergrund, MitarbeiterInnen und Studienteilnehmer zu schützen. Untersuchungen finden vorübergehend nicht statt. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihr Studienzentrum.


13. März 2020

Beachtung der vorgeschlagenen Maßnahmen und präventives Vorgehen des Studienzentren:
Untersuchungen finden vorerst nur für Personen unter 50 Jahren statt und jene, die nicht in zu den Risikogruppen zählen, Personen mit Erkältungssymptomen mögen bitte ihren Untersuchungstermin verschieben, Ersatztermine für Personen aus Risikogruppen oder Personen mit Symptomen der Atemwege werden von den jeweiligen Studienzentren telefonisch vergeben.

Beobachtung der Lage sowie Beachtung der Hinweise des Ministeriums


27. Januar 2020

Erster bestätigter Fall von COVID-19 in Deutschland