MRT (Magnetresonanztomografie)

An fünf der 18 Studienzentren besteht für 30.000 Studienteilnehmende die Möglichkeit an einer MRT-Untersuchung teilzunehmen. Zu den MRT-Standorten zählen Augsburg, Berlin, Essen, Mannheim und Neubrandenburg.

Was ist MRT?

Seit Anbeginn der Medizin übt der Blick in den menschlichen Körper einen besonderen Reiz aus. MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt. Die MRT ist eine bildgebende Methode, welche mit Hilfe von Magnetfeldern kontrastreiche, hochaufgelöste Schnittbilder des Körpers erzeugt. Es werden dabei keine Röntgenstrahlung oder Kontrastmittel eingesetzt. Mit der MRT steht heutzutage ein Bildgebungsverfahren zur Verfügung, das in relativ kurzer Zeit wesentliche Gegebenheiten des gesamten menschlichen Körpers, aber auch Detailbilder von einzelnen Organsystemen in einer bis dahin nicht bekannten Genauigkeit darstellen kann. Die MRT im Rahmen der NAKO ist ausschließlich auf Forschungszwecke ausgerichtet, das heißt, die Bilder werden in Datenbanken gespeichert und für die Identifizierung von Risikofaktoren und Vorstufen von Erkrankungen verwendet.

Weiter Informationen entnehmen Sie bitte der Teilnehmerinformation MRT:

Die MRT-Untersuchung und ihre Ausschlusskriterien

Die MRT-Untersuchung wird bei 30.000 Teilnehmenden durchgeführt und dauert inklusive Aufklärungsgespräch ca. 1,5 Stunden.

Eine Teilnahme an den MRT-Untersuchungen ist nach heutigem Stand des Wissens für den Menschen unschädlich und mit keinem Risiko verbunden. Für die Untersuchung werden Sie keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt, und es wird kein Kontrastmittel verwendet.

Allerdings ist zu beachten, dass das starke Magnetfeld die Funktionsweise einiger Geräte beeinträchtigen kann. Dazu zählt ein Herzschrittmacher, Defibrillator, neuraler Stimulator, Cochlea-(Innenohr-)Implantat, Venenportsystem oder eine Insulin-/Medikamentenpumpe.

Daneben können sich metallische Gegenstände, auch innerhalb des Körpers erwärmen und bewegen, so dass es zu Verletzungen kommen kann. Aus diesem Grund können wir bei bestimmten Personen keine MRT-Untersuchung durchführen.

Dies gilt für Personen mit metallischen Fremdkörpern (zum Beispiel künstliche Herzklappen, Vena-Cava-Schirmchen, Aneurysmaclips, Hirnwassershunts, Stents, künstliche Augen, Metallsplitter und Projektile) und Gelenkendoprothesen, Implantaten und orthopädischem Fremdmaterial (Schrauben und Drähte), großflächigen Tätowierungen, nicht-entfernbarem metallischem Körperschmuck und speziellen Intrauterinpessaren. Sollte Ihnen ein Prothesenpass vorliegen, teilen Sie dies dem Studienzentrum bitte mit.

Des Weiteren sollte innerhalb von drei Monaten vor der MRT-Untersuchung kein chirurgischer Eingriff erfolgt sein.

Video zur MRT-Untersuchung

Ergebnisse der MRT-Untersuchung

Im Rahmen der NAKO wird die MRT-Untersuchung nur zu Forschungszwecken durchgeführt. Das heißt, die entstandenen Bilder werden in Datenbanken gespeichert und für die Identifizierung von Risikofaktoren  und Vorstufen von Erkrankungen verwendet. Die Durchführung des NAKO-MRT entspricht grundsätzlich nicht einem MRT, das im Rahmen einer ärztlichen Anordnung durchgeführt wird.

Die Auswertung des Bildmaterials wird von radiologischen Fachärzten durchgeführt, die speziell auf das Verfahren in der NAKO geschult wurden. Es ist zu erwarten, dass bei einem Teil der Studienteilnehmer Auffälligkeiten im MRT gesehen werden, die für das Vorliegen einer Erkrankung sprechen können, sog. Zufallsergebnisse.  Soweit diese Zufallsergebnisse nach den strengen Regeln der NAKO als mitteilungspflichtig zu betrachten sind,  werden diese den Teilnehmern mitgeteilt, verbunden mit der Empfehlung  einer weiterführenden Abklärung beim Haus- oder Facharzt.

Andere Ergebnisse werden nicht mitgeteilt, auch um nicht unnötig Sorgen und Ängste zu schüren. Dies heißt aber nicht, dass Sie grundsätzlich davon ausgehen können, dass nichts bei Ihnen vorliegt, wenn Sie keine Mitteilung erhalten haben. Sie  dürfen also auf keinen Fall eine ärztlich notwendig erachtete MRT-Untersuchung auslassen, nur weil Sie bei uns „in der Röhre“ gelegen haben.

Aufgrund des forschungswissenschaftlichen Verfahrens der NAKO-MRT-Untersuchung kann es aber auch vorkommen, dass Ergebnisse festgestellt werden, die keinen Krankheitswert haben (falsch positive Ergebnisse) oder, dass krankhafte Ergebnisse übersehen werden (falsch negative Ergebnisse).

Grundsätzlich handelt es sich um eine Mitteilung nach bestem Wissen und Gewissen, entsprechend der technischen Möglichkeiten, die das NAKO-MRT unter Forschungsaspekten bietet. Auch für die MRT-Untersuchung gilt somit: Wir stellen keine Diagnosen und Befunde und geben keinen therapeutischen Rat.

Sofern Sie sich eine CD mit Bilddaten Ihrer MRT-Untersuchung haben aushändigen lassen, um darüber mit Ihrem Arzt zu sprechen, weisen Sie ihn bitte unbedingt darauf hin, dass es sich um forschungsveranlasste Aufnahmen handelt, die nicht die Qualität einer klinisch-radiologischen Untersuchung haben.

Die Liste der Zufallsergebnisse und die Information ob sie mitgeteilt werden oder nicht, finden Sie hier: